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Jugendamt verschleiert Beweise und handelt Unrecht

Gestartet von Andreas Tuschek. Letzte Antwort von jiandan0955 4. Dez 2020. 17 Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,wir hätte hier eine Angelegenheit, welche die Medien sehr interessieren könnte. Eine Angelegenheit, wo Kinder im Spiel sind und auch darin das Jugendamt durch falsche…Fortfahren

Tags: Kindsentzug, Obhut, Jugendamt

Hunger Strikes

Gestartet von joe jons. Letzte Antwort von jiandan0955 4. Dez 2020. 1 Antwort

Hello,In Delanshar, they are arrested and thrown in jail. Once in a cell they are allowed no contact with media, family or anyone, and then they are given no food until they die. In other words: they…Fortfahren

Väter ohne Rechte

Gestartet von Robert. Letzte Antwort von jiandan0955 4. Dez 2020. 7 Antworten

Ich bin Vater einer 2 Jährigen Tochter und habe mich von der Kindesmutter getrennt, da sie erneut an Bolimie erkrankt ist!Nun ist es so,dass das Jugendamt nichts dagegen unternimmt! Die Kindesmutter…Fortfahren

Erhebt euch. Seit nicht Still. Sucht nach Betroffenen und Unterstützt einander.

Gestartet von Papa Lino. Letzte Antwort von jiandan0955 4. Dez 2020. 1 Antwort

papalino.forte@gmail.comHallo liebe Leute, danke das ihr da seits.Um mich, meine Familie und meine Kinder zu schützen möchte ich ein bisshen Bedeckt bleiben. Aber für euch werde ich mich öffnen, und…Fortfahren

Während Wien den Songcontest feiert, quälen sich einige Aktivisten durch einen Hungerstreik für Kinderrechte in Österreich. Am Christian Broda Platz nahe des Westbahnhofs haben sie ihr vom 13.5.2015 bis 27.5.2015 Zelt aufgeschlagen, in dem sie auch übernachten. Ihre dringlichsten 3 Forderungen sind: 1 – Durchsetzbarkeit des Kontaktrechtes für Bezugspersonen, bzw. Angehörige, 2 – Kontrolle und Reform der Jugendwohlfahrt, 3 – Anerkennung und gesetzliche Regelung zur induzierten Entfremdung PAS. Es wird auf die Verbrechen gegen Heimkinder hingewiesen. Diese zeigen an, dass die Institutionen und die Politik versagt haben. Vorhersehbar ist, dass die Entscheidungsträger weiterhin die Thematik und auch diese unbequeme Veranstaltung ignorieren werden. Totschweigen ist keine Lösung! Es wird hier ein Zeichen gegen Behördenwillkür und Ignoranz der Politik gesetzt. Die billigen Ausreden, alles sei in Ordnung, uns sei kein Missstand bekannt, ziehen nicht mehr und werden durch zwei Schwarzbücher widerlegt (Schwarzbuch Familienrecht und Schwarzbuch Jugendwohlfahrt Österreich). Die Bürgerinitiative Kinderrechte und Heimkinder Aktiv Community rufen zum Hungerstreik auf! Alle, die sich mit obigen Zielen identifizieren möchten, sind herzlich eingeladen, uns zu unterstützen!

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Hans Missliwetz; Freitag, 18. Mai 2015; Tag 6 (6. Tag Hungerstreik)

Morgen ziehen wir um

Die Krise kam am 3. Tag. Zwei von uns fünf Hungerstreikenden brachen ab. Der Nahrungsentzug unter verschärften Bedingungen, Straßenleben und Schlafen im Freien sind schwer zu ertragen. Ich danke den beiden, dass sie die drei Tage mitmachten und durchhielten.

Nun waren wir also zu dritt. Mit den üblichen Verschärfungen: Keine Toilette, dafür helle Straßenbeleuchtung nachts, Lärm, Betrunkene und Stänkerer, die einen zwischen drei und vier Uhr morgens weckten, dann zwar zu beruhigen waren, aufgewacht war man aber allemal. Oder durch Kälte geweckt, an dem Tag, an dem die Nachttemperatur auf 6 Grad Celsius absank. Erstaunlich, wie sehr man im Mai frieren kann. Und schließlich zu wenig Schlaf. Mein Polar-Messgerät am Handgelenk sagte mir, dass ich durchschnittlich acht Stunden in einer normalen Nacht schlafe. Dort waren es nur vier Stunden und zehn Minuten.

Nur zu dritt zu sein, bringt auch eine andere Schwierigkeit mit sich. Zumindest zwei sollten permanent anwesend sein. Aber wenn der dritte gerade zu Hause ist, um zu duschen (ein Hungerstreik ist kein Vorwand, um zu verwahrlosen), und der zweite spazieren geht, weil er Blasen am Hintern bekommt, dann ist nur noch einer da.

Die Printmedien, wie erwartet, reagierten nicht (Kurier, Standard, Kronenzeitung, Presse et al). Hönigsberger vom Kurier hätte sicher geschrieben, der wechselte aber leider zum Fernsehen ins Bundesland. Löbliche Medienausnahme Wien-Konkret, das über Internet vorbildlich berichtet. Zwei Anfragen vom Radio. Fernsehen sowieso null Interesse. Um das Fernsehen zu interessieren, hätte ich auf der Mariahilfer Straße öffentlich einen Mord verüben müssen. Dann hätten sich die Sender aber allemal überschlagen und für uns interessiert. Und auch mit den meisten Passanten kein Gespräch oder nur ein Streifblick. Vermutlich denkt sich der Durchschnittsbürger: Wieder nur ein paar Verrückte oder Querulanten.

Selbstzweifel: Sind Menschen im Hungerstreik vielleicht wirklich nur Querulanten? Der weitere Gedanke: Ja, wenn wir wenigstens Asylanten wären. Diese könnten mit einem Hungerstreik mehr erreichen, wie beispielsweise eine Entlassung aus der Schubhaft.

Also geht es so weiter: Wir führen einen Hungerstreik durch. Verschärfte Bedingungen auf der Straße sind optional, müssen nicht sein. Somit bauen wir Dienstag, also morgen nach Woche 1, das Zelt ab. Woche 2, ab Dienstag mittag, sind wir zu Hause im Hungerstreik, die weitere Fastenwoche folgt im eigenen Heim.

Kinderrechte sind wenig geschützt. Auf dem Papier zwar optimal, durch Gesetze und Konventionen, aber die Realität… Vor allem: Kinder haben keine Lobby. Sie sind keine Wähler. Und sie können nicht politisch aktiv werden, sich öffentliches Gehör verschaffen. Diesen Umstand teilen sie mit den Tieren und mit der Umwelt (Natur). Auch diese haben Rechte, im österreichischen Gesetz verbürgt, die sie aber selbst nicht einfordern können. Dazu bedarf es erwachsener Staatsbürger, die natürlich weder Kind, noch Tier, noch Umwelt sind. Und sich nur mäßig für diese drei Bereiche interessieren. Nachvollziehbar: Viele haben (andere) Sorgen.

Fakt ist, der Durchschnittsbürger interessiert sich nicht für Kinder, wenn der Begriff „Kinder“ durch die Mehrzahl gekennzeichnet ist. Er interessiert sich in erster Linie für das eigene Kind oder eigene Kinder, in zweiter Linie für blutsverwandte Kinder wie z.B. Enkel oder die Kinder der Schwester. „Fremde Kinder“ gehen sie nichts an. Ist das zu hart formuliert? Sehe ich die Menschen falsch? Haben Sie noch nie den Satz verwendet: „Besser, man mischt sich da gar nicht ein?“ Mischt man sich besser wirklich gar nicht ein? Ich habe eine schöne Pension, liebe Freunde, Familie, Hobbies und Interessen. Wozu also das alles? Ist das nur eine rhetorische Frage? Die Antwort(en) überlasse ich Ihnen, liebe Leser_In (korrekte gendermäßige Schreibung; finde ich auch seltsam). In den nächsten Tagen könnte man somit das Genderthema aufgreifen. Oder lieber doch über Kinderrechte und ihre Geschichte schreiben?

Das, was ich hier äußere,  sind meine privaten Ansichten, für die ich die volle Verantwortung übernehme.

Ich berufe mich dabei auf die österreichische Bundesverfassung und auf Artikel 19 und Artikel 20 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 der UN-Hauptversammlung.

Im Wortlaut:

Artikel 19: Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20: Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

Ich bin Univ.Professor Dr. Johann Missliwetz, Facharzt für Gerichtliche Medizin, Arzt für Psychotherapie, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger , Staatsbürger dieses schönen Landes und dieser nicht (ganz) so schönen Republik und Mitglied der BIK (Bürgerinitiative Kinderrechte).

Wien, 20:30

Hans Missliwetz; Dienstag, 19. Mai 2015; Tag 7 (7. Tag Hungerstreik).

Halbzeit

Alles abgebaut, wieder zu Hause, müde, nur mäßig hungrig. Keine Einfälle heute, leer im Kopf. Immer öfter denke ich, dass das, was wir wollen, aussichtslos ist. Ich weiß heute nicht, was ich schreiben soll.

Zum Glück  haben andere Gedanken, die ich hier zitieren möchte. Und dann ergänze ich einfach mit einer Frage oder einem Kommentar von mir.

„In unserer saturierten Gesellschaft wird Kaffeehaus-Küsserinnen leider noch immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt als in Einrichtungen der Jugendämter sexuell missbrauchten Kindern“.

Ich: Das sagt einiges über unsere Gesellschaft aus. Was würde geschehen, wenn wir uns, die Teilnehmer gegenseitig, statt in den Hungerstreik zu gehen, im Kaffeehaus vor laufender Kamera küssen würden? P.S. Da faste ich lieber!

 „Ich habe seit zwei Jahren kaum Kontakt zu meiner Tochter und es ist -Tag für Tag- ein unbeschreiblicher Schmerz“.

Ich: Wir verstehen das. Aber glaubst du, dass das irgendeinen Passanten auf der Mariahilfer Straße interessiert?

„Ich bin für jede gemeinsame Aktion um die Öffentlichkeit auf die horrende Familienpolitik und den damit einhergehenden Amtsmissbrauch der Behörden aufmerksam zu machen.“ 

Ich: Warum hast du dann nicht mit uns gehungert?

"Dürfen Frauen auch mitmachen?"

Ich: Ja, aber leider nahm keine als Hungernde/Fastende teil.

„Wer sind das aber nun diese „uns“. Vorwiegend Betroffene, die schlimme Erfahrungen erlitten. Aber ein Rückschluss, jede und jeder, der oder dem von der Jugendwohlfahrt übel mitgespielt wurde, sei quasi ein Westentaschen-Mandela ist natürlich ein Unsinn. So wie es nicht die „bösen Sozialarbeiter“ und die „bösen Richter“ gibt, genauso wenig gibt es den „guten Kinderrechtler“….“ 

Ich: Leider ist das so!! Unter den Betroffenen ist nicht alles Wonne-Waschtrog.  Die Welt ist nicht Schwarz-Weiß. Aber wir konzentrieren uns auf die schwarzen Schafe der Organisationen und der „Gegenseite“; den „Guten“ in „beiden Lagern“ danken wir an dieser Stelle.

„Jeder, der von Behördenwillkür betroffen war oder ist, bekommt beim Speakers` Corner Gelegenheit, öffentlich seine Geschichte zu erzählen. Für eine Filmaufnahme muss eine Unterschrift vorliegen. Der Text soll verständlich für Passanten sein und von den Betroffenen selbst vorgetragen werden.“

Ich: Offenbar sind kaum Wiener von Behördenwillkür betroffen, denn es kommen nur Insider! Und immer weniger.

„Ich fuhr mit meinem Vater zur Schule (auch im selben Ort) und dort erwarteten uns 4!! Polizisten samt Direktor, die Klassenlehrerin war allerdings nicht anwesend, denn wie wir später erfuhren war diese in Krankenstand, mit der Begründung, dass sie mein Bruder psychisch an ihr Limit brachte.“

Ich: Ja, oft sind es die Lehrer, die die Jugendwohlfahrt rufen. Schlimme Kinder werden in Österreich fremduntergebracht. Früher in Großkinderheimen, jetzt in kleinen, abgeschotteten Wohngemeinschaften.

 „Probleme mit Aktenübermittlung. Die jüngst bekannt gewordenen mutmaßlichen Vergewaltigungen in einem Grazer Kinderheim sind einer jener Fälle, wo hundertprozentige Aufklärung durch Polizei und Justiz angebracht erscheint. Aber während die Polizei schon alle Opfer und die jugendlichen mutmaßlichen Täter einvernommen hat, konnten Betreuer und Jugendamtsmitarbeiter bisher noch nicht befragt werden. Ein Grund ist, dass sie erst von der Amtsverschwiegenheit entbunden werden müssen. Auch mit der Übermittlung von Jugendamtsakten an die Staatsanwaltschaft gibt es manchmal Probleme. Im konkreten Fall hat das Grazer Jugendamt zwar volle Kooperation zugesagt, aber die gibt es offenbar nicht immer.  "In der Vergangenheit sind in Einzelfällen verschiedene Rechtsauffassungen zwischen Staatsanwaltschaft und Jugendamt aufgetaucht. Das Jugendamt argumentiert dann, dass eine Übermittlung der Akten aus Gründen der Amtsverschwiegenheit nicht möglich ist."

Ich: Ja, für diese Behörde gelten andere Gesetze. Die Jugendwohlfahrt ist nicht tranparent, aus guten Gründen!

„Der überwiegende Teil der Pflegeeltern in Österreich betreut ein Kind ohne Adoptionsabsicht, zeigt Abgeordnete Daniela Musiol von den Grünen auf (990/A(E)). Dies geschehe jedoch unentgeltlich, da diese Personengruppe keinen Anspruch auf Elternkarenz hat.…“

Ich: Unengeltlich? Hat die Abgeordnete ganz vergessen, dass Pflegeeltern vom Jugendamt bezahlt werden?

„Es würde mich freuen Gleichgesinnte kennenlernen zu können.“

Ich: Meine Liebe, warum sind Sie bisher niemals zu einer einzigen unserer Veranstaltungen gekommen?

"Ja, auch ich bin eine Betroffene, zwar schon viele Jahre her, aber ich finde immer wieder, dass es sehr schade ist, alle in eine Schublade zu pressen. Mir persönlich ist eine Bürgerinitiative zu wenig, die anführen, wie…"

Ich: Nein, wir „führen nicht nur an, wie“, wir tun auch was!! Und wie soll/darf man einen Text zu verstehen, der mitten im Satz abbricht?

„Ich musste die vorübergehende Pflege und Erziehung durch das Jugendamt unterschreiben, habe mich auch mit einer Wohngemeinschaft für unbestimmte Zeit einverstanden erklärt. Die Obsorge (alleinige!) habe ich aber selbstverständlich behalten.“

Ich: Wenn das Kind weg ist, in einer WG, was ist diese „Obsorge“ wert? Warum musste unterschrieben werden?

„Du hast heute 6. Geburtstag und ich wünsche dir, dass du glücklich bist und dass du nicht mehr weißt, wo du warst, bis du 2 Jahre alt warst. Erst wenn wir uns wiedersehen, dann ist es gut, wenn du dich erinnerst, jetzt würde es dich nur belasten.“

Ich: Ja, es ist traurig, und es ist leider so. Deshalb gibt es die BIK, tun wir alles, auch  Aussichtsloses… Hungerstreiks, die nicht bemerkt werden u.v.a.

Reicht das für heute? Mir reicht es wirklich für heute!

Das, was ich hier äußere,  sind meine privaten Ansichten, für die ich die volle Verantwortung übernehme.

Ich berufe mich dabei auf die österreichische Bundesverfassung und auf Artikel 19 und Artikel 20 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 der UN-Hauptversammlung.

Im Wortlaut:

Artikel 19: Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20: Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

Ich bin Univ.Professor Dr. Johann Missliwetz, Facharzt für Gerichtliche Medizin, Arzt für Psychotherapie, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger , Staatsbürger dieses schönen Landes und dieser nicht (ganz) so schönen Republik und Mitglied der BIK (Bürgerinitiative Kinderrechte).

Wien, 18:05

Hans Missliwetz: Mittwoch, 20. Mai 2015, Tag 8 (8. Tag Hungerstreik).

Kindheit

Die schönste Zeit im Leben.

Ist es wirklich die schönste Zeit, die goldene Kindheit?

„Es wäre gut viel nachzudenken, um

Von so Verlornem etwas auszusagen,

von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,

die so nie wiederkamen, und warum?“

Rainer Maria Rilke

Bei Rilke ist alles schön, durch die Sprache verschönt, geschönt.

Als Gegengewicht ein Zitat, dass Günther Anders seinem Gedicht „Zeitungsnachricht“ als wirkliche Zeitungsnachricht voranstellte:

„… einige Kinder aber schlugen um sich, als man sie aus Buchenwald befreite.“

Der Gedichtsanfang:

„Bin geboren in Buchenwald

Glaub, ich bin fünf Jahre alt.

Bitte, lasst mich hier!

Hab mir immer vorgestellt,

wo wir sind, da ist die Welt,

und die Welt sind wir.“

Kinder überleben beinahe alles. Aber wie geht es ihnen später dann, als Erwachsene?

Philippe Ariès schrieb eine Geschichte der Kindheit. Die These des französischen Historikers lautet: Unsere Auffassung der Kindheit ist erst in der Neuzeit entstanden, nur wenige hundert Jahre alt.

Zu dieser Auffassung gehören die Verklärung der Kinder und die These von der Unschuld der Kinder. Deshalb erregte Sigmund Freud so viel Widerspruch. Nicht nur, dass er die Sexualität in den Mittelpunkt stellte, er postulierte auch, dass bereits Kinder sexuelle Wesen sind.

Wahre Trauer spricht aus den Zeilen der „Einfältige Trauer- und Trostreimchen bei Ableiben des liebreichen Kindes Agnes“ von Simon Dach (1605-1659):

„Wie ich berichtet werde,

Mag, Kindlein, wohl die Erde

Dein Allerbestes sein,

Hie endst du deine Schmerzen

Und machst der Eltern Herzen

Nicht mehr so große Pein.“

Es ist also schlimm (Was für eine Untertreibung!), ein Kind durch den Tod zu verlieren.

Ähnlich schlimm ist es, ein Kind zu verlieren, das weggenommen wird. Dass es zwar gibt, aber jeder Weg zu ihm ist verschlossen.

Womit wir in der Jetztzeit wären.

Was könnte man tun?

Kontaktverbote aufheben, ein machbares Umgangsrecht schaffen, zunächst durch Paragrafen. Und dann wirklich durchsetzen, denn auf dem Papier gäbe es zahnlose Ansätze. Dazu wären Erst-, Ober- und Höchstgerichte aufgerufen. Aber die Richter sehen die Problematik nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie beispielsweise Richter Bergmann aus Deutschland, der bei dem PAS-Symposion in der Wiener Ärztekammer vortrug.

Zu viel politisiert, nicht schon wieder Polemik.

Stattdessen ein Gedicht von Bertolt Brecht:

„In Polen, Im Jahr Neununddreißg

War eine blutige Schlacht

Die hatte viele Städte und Dörfer

Zu einer Wildnis gemacht.

Die Schwester verlor den Bruder

Die Frau den Mann im Heer;

Zwischen Feuer und Trümmerstätte

Fand das Kind die Eltern nicht mehr.“

Ist es sinnlos, Gedichte über Kinder zu machen? Ist es sinnlos, einen Hungerstreik für Kinderrechte durchzuführen. Das sind Fragen, ohne Antworten.

Hat  man mehr Erfolg, wenn man diese Gedichte vertont und zum Eurovision Songcontest  singt? Und was erreicht man damit? Verbesserungen für die Kinder? Einen Plattenvertrag, Bilder in der Zeitung und einen Haufen „Kohle“?

Ich schließe nicht mit meiner üblichen Formel, die vermutlich längst niemand mehr liest. Also, bis morgen, und ich schlafe in meinem eigenen Bett, so wie Sie (unter der Voraussetzung, dass noch irgendjemand meine Zeilen liest). Morgen mache ich alles wieder gut, kein ernstes Thema, sondern einige Diäten, um abzunehmen. Das sollte doch unterhaltsamer sein.

Gute Nacht, Johann Missliwetz 20:22

Lieber Hans!

Dazu kann ich nur mehr in Stein gemeisselt mit meinem alten Gedicht antworten:

Eine Reise in den Winter

In seiner Welt
in der der Mensch
als Täter überlebt
beschinden sich die Kinder um die Wette.

Beschirmt von guten Schuldknechten
sei junges Fleisch zur Lüge auserwählt:
Der Ehrgeiz,
ein Lichtbad im Spiegel der Mächtigen,
verwandelt das Staunen zu Neugier
und bald auch in schlichteste Gier.

Gezüchtigt von pfleglichen Schindern
üben sie lachend für spätere Siege:
Sie loben die Willigen dienlich
und niedern die Dienlichen gütigst!

Schinden und Dulden
im Gleichgewicht des Tathergangs
bedingen die lüsterne Ruhe von Waffenstillständen.

Ein wenig Unterbrechung von Gewalt,
wo Blatt und Wind sich begegnen,
absichtslos umwirkt von lachenden Sonnen,
die bäldlich im gütigen Winter ersaufen...

Die Gemeinen reisten immer schon in jenen Winter,
aus dem sie nie zurückkehrten...
Die Edlen bereisen den Winter mit Personal,
auch sie kehren niemals zurück...
Was sollten sie bloß darüber berichten?


Mit Untertänigkeit:
Rusitschker

Wilhelm Müller
und
Franz Schubert
gewidmet



Hans sagt:

Hans Missliwetz: Mittwoch, 20. Mai 2015, Tag 8 (8. Tag Hungerstreik).

Kindheit

Die schönste Zeit im Leben.

Ist es wirklich die schönste Zeit, die goldene Kindheit?

„Es wäre gut viel nachzudenken, um

Von so Verlornem etwas auszusagen,

von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,

die so nie wiederkamen, und warum?“

Rainer Maria Rilke

Bei Rilke ist alles schön, durch die Sprache verschönt, geschönt.

Als Gegengewicht ein Zitat, dass Günther Anders seinem Gedicht „Zeitungsnachricht“ als wirkliche Zeitungsnachricht voranstellte:

„… einige Kinder aber schlugen um sich, als man sie aus Buchenwald befreite.“

Der Gedichtsanfang:

„Bin geboren in Buchenwald

Glaub, ich bin fünf Jahre alt.

Bitte, lasst mich hier!

Hab mir immer vorgestellt,

wo wir sind, da ist die Welt,

und die Welt sind wir.“

Kinder überleben beinahe alles. Aber wie geht es ihnen später dann, als Erwachsene?

Philippe Ariès schrieb eine Geschichte der Kindheit. Die These des französischen Historikers lautet: Unsere Auffassung der Kindheit ist erst in der Neuzeit entstanden, nur wenige hundert Jahre alt.

Zu dieser Auffassung gehören die Verklärung der Kinder und die These von der Unschuld der Kinder. Deshalb erregte Sigmund Freud so viel Widerspruch. Nicht nur, dass er die Sexualität in den Mittelpunkt stellte, er postulierte auch, dass bereits Kinder sexuelle Wesen sind.

Wahre Trauer spricht aus den Zeilen der „Einfältige Trauer- und Trostreimchen bei Ableiben des liebreichen Kindes Agnes“ von Simon Dach (1605-1659):

„Wie ich berichtet werde,

Mag, Kindlein, wohl die Erde

Dein Allerbestes sein,

Hie endst du deine Schmerzen

Und machst der Eltern Herzen

Nicht mehr so große Pein.“

Es ist also schlimm (Was für eine Untertreibung!), ein Kind durch den Tod zu verlieren.

Ähnlich schlimm ist es, ein Kind zu verlieren, das weggenommen wird. Dass es zwar gibt, aber jeder Weg zu ihm ist verschlossen.

Womit wir in der Jetztzeit wären.

Was könnte man tun?

Kontaktverbote aufheben, ein machbares Umgangsrecht schaffen, zunächst durch Paragrafen. Und dann wirklich durchsetzen, denn auf dem Papier gäbe es zahnlose Ansätze. Dazu wären Erst-, Ober- und Höchstgerichte aufgerufen. Aber die Richter sehen die Problematik nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie beispielsweise Richter Bergmann aus Deutschland, der bei dem PAS-Symposion in der Wiener Ärztekammer vortrug.

Zu viel politisiert, nicht schon wieder Polemik.

Stattdessen ein Gedicht von Bertolt Brecht:

„In Polen, Im Jahr Neununddreißg

War eine blutige Schlacht

Die hatte viele Städte und Dörfer

Zu einer Wildnis gemacht.

Die Schwester verlor den Bruder

Die Frau den Mann im Heer;

Zwischen Feuer und Trümmerstätte

Fand das Kind die Eltern nicht mehr.“

Ist es sinnlos, Gedichte über Kinder zu machen? Ist es sinnlos, einen Hungerstreik für Kinderrechte durchzuführen. Das sind Fragen, ohne Antworten.

Hat  man mehr Erfolg, wenn man diese Gedichte vertont und zum Eurovision Songcontest  singt? Und was erreicht man damit? Verbesserungen für die Kinder? Einen Plattenvertrag, Bilder in der Zeitung und einen Haufen „Kohle“?

Ich schließe nicht mit meiner üblichen Formel, die vermutlich längst niemand mehr liest. Also, bis morgen, und ich schlafe in meinem eigenen Bett, so wie Sie (unter der Voraussetzung, dass noch irgendjemand meine Zeilen liest). Morgen mache ich alles wieder gut, kein ernstes Thema, sondern einige Diäten, um abzunehmen. Das sollte doch unterhaltsamer sein.

Gute Nacht, Johann Missliwetz 20:22

Hans Missliwetz: Donnerstag, 21. Mai 2015, Tag 9 (9. Tag Hungerstreik).

Wie man eine neue Diät erfindet und massig Geld verdient

Die Zahl der Diäten ist nicht mehr zu zählen. Jeden Tag gibt es neue. Und es ist eine tolle Geschäftsidee.

Zuerst einmal braucht man nicht ein anerkannter Wissenschaftler sein. Man macht es eben. Oder man erfindet die eigene Expertise. Das liest sich so: XY ist in ganz Amerika als Ernährungsexperte anerkannt… Wirklich? Oder man hatte seine Ausbildung im Ausland. London und New York sind zu empfehlen. Wenn man Kalorien nicht kennt, oder Fett von Kohlenhydraten nicht unterscheiden kann, geht es nicht. Aber Halbwissen und Schwafeln reicht. Stellen wir uns also vor, Herr Zapfelhuber kreiert eine neue Diät. Wie geht das? Die Idee!

Variante A: Wähle irgendein Lebensmittel, das bis zum Exzess gegessen wird. Also Kohlsuppe, oder Schokolade (Abnehmen mit Schokolade gibt es wirklich als Buch). Zapfelhuber wählt Zwiebelsuppe. Das ist die „Zwiebelsuppendiät“ nach Zapflhuber. Richtige Bezeichnung: Monodiät. Man hat das Zeug so satt, dass man weniger isst und abnimmt, weil es einen bereits zu den Ohren herauskommt..

Variante B: Korreliere Abnehmen mit irgendetwas, was ist egal. So gibt es Abnehmen im Schlaf oder durch Hypnose oder Akupunktur. Oder Beziehung zur Augenfarbe? Abnehmen nach Sternzeichen, gibt es das schon? Abnehmen nach Blutgruppen, gibt es.Oder Schlank mit gesundem Darm. Das sah ich heute in der Buchhandlung, heißt Swiftmethode. Mein Vorschlag: Revolutionär.Abnehmen nach Bauchumfang!

Variante C: Stelle eine Forderung auf: Wir machen Trennkost, morgens 90% Kohlenhydrate, mittags 80% Protein und abends 50% Fettanteil im Essen. Zapfelhuber  verlangt noch zusätzlich, dass das Verhältnis der Nährstoffe Kohlenhydrate: Fett : Eiweiß genau 30% im Tagesschnitt betragen musst. Die Leute werden wirklich abnehmen, weil sie vor lauter Tabellen und Kalkulieren, nicht zum Essen kommen.

Das ist erst der Beginn. Jetzt heißt es, ein Buch schreiben. Titel: Die Zapflhubermethode. Weltneuheit! Mit der Behauptung: Mehrere Hollywoodstars nehmen bereits – heimlich – mit dieser Methode ab. Heimlich ist nicht überprüfbar. Und medizinischen Unsinn behaupten, weshalb diese Methode toll ist. Zapflhuber saugt sich irgendetwas aus den Fingern.

Das ist der Standard.

Im Buch niemals dieses Argument vergessen: Wir sind durch die Evolution durch unsere Gene für die Zapflhubermethode ausgestattet. Schon in der Steinzeit gab es Zapflhubersuppe mit Wildzwiebeln, wie versteinerte archäologische Stuhlproben aus Neuguinea zwingend belegen, Zapflhuber ist die verbesserte, einzige Methode der Paläodiät!

Jetzt geht es los, mehrere Bücher folgen. Das erste ist immer ein Kochbuch mit vielen komplizierten Rezepten oder Zutaten, die mühevoll zu besorgen sind, damit niemand das wirklich ausprobiert. Und viele tolle Farbfotos vom Essen, das muss sein, da darf man wirklich nicht sparen.

Die Bücher heißen: Zapflhuber für Veganer, Zapflhuber unterwegs (was bestelle ich im Restaurant), Zapflhuber für Sportler, Zapflhuber für Senioren, Zapflhuber für stillende und werdende Mütter, Zapflhuber für sommersprossige, rothaarige Bulimikerinnen mit Beziehungsproblemen (weil sie ständig kotzen) etc… Mit Phantasie gibt es unzählige Zielgruppen, denen man einreden kann, dass man die Methode speziell auf sie zuschneidet und modifiziert.

Das Allerwichtigste: Es muss erheblich kosten!! Kostenlos kommt man nicht durch. Ich gab zwei Freunden kostenlose Ernährungsberatung. Sie befolgten keinen einzigen meiner Ratschläge. Stattdessen gingen sie woanders hin, wo sie für erheblich Geld auch „einen Plan“ bekamen.

Man muss nicht die perfekte Figur haben, um Diäten zu verkaufen. Ich kenne eine Dame, die Schlank durch Ayurveda an Frau/Mann bringt, selbst aber die Figur einer mittleren Regentonne hat. Das muss man eben höflich übersehen.

Werbung ist wichtig. Wer im Fernsehen war, hat gewonnen, das wird ein Verkaufshit. Hervorragend sind auch Frauenmagazine. Brigitte und Cosmopolitan sind die Haupttreffer. Die holen sich ein anorektisches Model auf Urlaub aus der Klinik, in der sie gerade künstlich ernährt wird, machen tolle Farbfotos und behaupten, diese Figur wird der Zapflhubermethode verdankt.

Aber erst ein Star macht superreich. Madonna oder Conchita Wurst oder Heidi Klum haben nach der Zapflhubermethode abgenommen. Das ist der Durchbruch. Da springt das Geld nur so in die Kassa.

Jetzt ist Zeit für Expansion. Zapflhuber bildet Berater aus, die wieder Berater ausbilden, die wieder… Das heißt in den Fachbegriffen: Franchise und Pyramidensystem. Immenser Vorteil: Zapflhuber kassiert, die letzten der Kette gehen pleite. Ihr Pech!

Es geht weiter. Eine Produktlinie muss her. Fertiggerichte nach Zapflhuber in der Dose. Nahrungsergänzung durch Zapflhuber. Von mir aus auch Sonnenbrillen mit einem Zapflhuberlogo. Das werden Kultbrillen!

Zapflhuber ist ein Neuer Reicher und lebt wie die Geissens. Er speist in Gourmetlokalen und frisst natürlich den Dreck, den er anderen einredet, nicht selbst. Sein Geld zieht er aus dem Unternehmen heraus und diversifiziert es in Immobilien im Ausland und Aktienkapital (Pharmafirmen, Waffen, Erdöl, Lebensmittelkonzerne). Als Hobby sponsert er Motorrennen, den Zapflhuber-Grand Prix, den dann irgendein Vettel oder Troll gewinnt. Und beim Eurovision Song Contest sitzt er in der Ehrenloge, womit wir glücklich wieder hier in Wien bei unserem Hungerstreik angelangt sind.

P.S. Nichts fressen, hochdeutsch Fasten, ist noch immer die billigste und einfachste Methode, um abzunehmen. Und sie wirkt wirklich.

P.P.S.: Ist das alles erfunden? Nein, denke nicht. Man muss nur andere Namen für die Methode einsetzen, Namen, die es bereits gibt.

Hat das mit Kinderrechten zu tun? Nein, es ging darum, die Leser zu unterhalten.

Und ich bin noch immer Johann Missliwetz, ein Doktor in Pension, und Aktivist der BIK im Hungerstreik und in Wien um 21:32:26. Gute Nacht!

Hans Missliwetz: Freitag, 22. Mai 2015, Tag 10 (10. Tag Hungerstreik).

Umgangsrecht, Kontaktrecht, Besuchsrecht

Drei Rechtsbegriffe, gleicher Inhalt.

Aber bevor wir in die Materie einsteigen das Folgende:

Stellen Sie sich vor, sie sind verheiratet und lieben ihren Partner(vielleicht trifft beides auf Sie zu). Sie fühlen sich innerlich verbunden, eine Bindung ist entstanden. Sie wollen einander und in gewisser Weise brauchen sie beide einander. Kürzer ausgedrückt: Sie gehören zusammen. Sie sehen sich gerne täglich, haben Kontakt und Umgang miteinander… und dieser Kontakt verstärkt die Bindung, genauso wie umgekehrt die Bindung den Kontaktwunsch nährt und motiviert. Ein Kreislauf. Klingt schön, nicht wahr?

Jetzt aber kommt eine neue Regierung an die Macht, eine Diktatur. Diese verbietet Ihnen Ihren Partner zu sehen und zu treffen. Sie dürfen auch keine Briefe schreiben, denn diese werden entweder nicht zugestellt oder zensuriert. Wenn Sie sich Ihrem Partner mehr als 50 Meter nähern, schreitet die Polizei ein. Und das alles läuft acht oder fünfzehn Jahre lang so. Was glauben Sie, dass geschieht? Wird ihre Liebe halten und sie können fünfzehn Jahre später dort fortsetzen, wo Sie vorher aufgehört hatten, aufhören mussten? Oder wird die Bindung beschädigt, vernichtet werden? Werden sie nicht nach dieser Zeit, sondern schon viel früher, vielleicht nach fünf, sechs Jahren entfremdet sein? Sagt nicht der Volksmund über die Liebe – Aus den Augen aus dem Sinn?

Österreich ist keine Diktatur! Beileibe nicht. Wenn es eine wäre, könnte ich diese Zeilen nicht veröffentlichen, ohne dass der Verfassungsschutz morgen vor meiner Türe steht, mich verhaftet und streng verhört (hoffentlich nicht schlägt; ich bin doch alt! Erbarmen!). Das geschieht nicht. Sonst aber stimmen alle Details meiner Erzählung mit einer klitzekleinen Ausnahme: Sie müssen für einen der beiden Liebespartner (also für Romeo oder Julia) das Wort Kind einsetzen. Halt, auch das Wort „Staat“ muss ersetzt werden! Hier fügen Sie Obsorgeberechtigter oder Jugendwohlfahrt ein.

Was geschieht dem Kind, das von heute auf morgen eine geliebte Bezugsperson verliert? Es hat eine Reihe von Folgen. Wir wollen uns das gar nicht vorstellen.  Wenn jetzt jemand zynisch ist, so kann er sagen: „Na und? Kinder gewöhnen sich an alles. Es wird es überleben!“. Richtig, denn einige Kinder haben auch die KZ überlebt. Das heißt aber nicht, dass ein KZ ein ebenso guter Kinderaufbewahrungsort ist wie eine Einrichtung der Kinderfreunde, um ebenso zynisch zu entgegnen.

Was geschieht mit einigen der Verwandten, die auf diese Weise Kinder verlieren? Wir bei der BIK sehen das ständig. Aus einem Vater, einer Mutter oder Großmutter wird ein psychisch Kranker, der oft zusätzlich körperlich erkrankt, ein Wrack. Irgendwann fängt er sich, oder auch nicht. Oft folgt ein jahrelanger Kampf mit rechtlichen Mitteln, erfolglos, der aber Zeit und Nerven kostet, von Zigtausend Euro nicht zu schweigen. Am Ende stehen leider in vielen Fällen „ewige Opfer“, die sich in ständigen Klagen über erlittenes Unrecht ergehen und sich in Selbstmitleid suhlen. Arbeitslosigkeit folgt häufig, auch fallweise der Entschluss nicht mehr zu arbeiten. „Das hat alles keinen Sinn mehr?“, hören wir oft. Im Ergebnis: Verpfuschte Existenzen.

Diese Menschen zerbrechen fallweise, aber nicht nur, an den wirtschaftlichen Trennungsfolgen (Vermögensverlust, Unterhalt, Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten). Was sie fertig macht und ihren Untergang bewirkt, ist, dass der Kontakt zu ihren Kindern auf Jahre unterbunden wird. Sie sehen es Jahre nicht mehr. Oder von Jugendamts-Gnaden in der Wohngemeinschaft (WG) für eine Stunde alle vier Wochen, wobei die Wohngemeinschaft so weit entfernt ist, dass sie mit dem Auto (dass sie als Empfänger der Mindestsicherung nicht haben) zwei Stunden Fahrzeit aufbringen müssen. Die Scheidungsväter sind – obwohl sie sich ständig beklagen – manche eine Spur besser daran. Sie dürfen das Kind alle zwei Wochen, günstigenfalls wöchentlich, eine Stunde bei begleitetem Besuch treffen. Dort sind der Trennungspartner und ein „Aufpasser“ anwesend. Der Aufpasser wird vom Vater bezahlt und kostet neunzig Euro. Der Mindestsicherungsempfänger hat

wieder einmal ein Problem: Wie soll er von seiner Mindestsicherung von 827,82 Euro in Wien 360 Euro (= 4 x 90 Euro) abgeben? Dann bleiben ihm 587,82 Euro zum Leben, von denen er auch Miete zahlen muss. Abgesehen davon, dass das Wort „Besuchsbegleitung“ die Betroffenen aufs Äußerste erbost. Sie sagen: Ich bin ein Vater, kein Besucher!!“. Sie haben Recht.

 

Das ist der Ist-Zustand in Österreich.

Deshalb ist die Garantie und Durchsetzung des Umgangs-, Kontakt-, Besuchsrechtes die zentrale und grundlegende Forderung der BIK.

Deshalb schlief ich auf der Straße vor dem Westbahnhof und esse den 10. Tag nichts mehr. Ich habe ein Reihenhaus und ein schönes Bett. Vermutlich auch besseres Essen als die meisten meiner Leser und eine höhere Pension. Ich habe das alles nicht notwendig. Warum tue ich das?

Es ist notwendig. Es muss etwas geschehen, jemand muss etwas machen!

In diesem Sinne verbleibe ich

Das, was ich hier äußere,  sind meine privaten Ansichten, für die ich die volle Verantwortung übernehme.

Ich berufe mich dabei auf die österreichische Bundesverfassung und auf Artikel 19 und Artikel 20 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 der UN-Hauptversammlung.

Im Wortlaut:

Artikel 19: Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20: Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

Ich bin Univ.Professor Dr. Johann Missliwetz, Facharzt für Gerichtliche Medizin, Arzt für Psychotherapie, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger , Staatsbürger dieses schönen Landes und dieser nicht (ganz) so schönen Republik und Mitglied der BIK (Bürgerinitiative Kinderrechte).

Wien, 7:18:51

Hans schrieb: "Österreich ist keine Diktatur! Beileibe nicht. Wenn
es eine wäre, könnte ich diese Zeilen nicht veröffentlichen ..."

Die Hinterfotzigkeit von Diktatoren besteht eben darin, sich
selbst als sozial(istisch) und gutmütig darzustellen.

Hier einer der soetwas "Schritt-für-Schritt" wie in einem Bilderbuch erlebte:

Alexander Dubček

1968 Parteichef der tschechischen Kommunisten
1969 sein "Prager Frühling" (los von Russland) wurde zerschlagen
daraufhin Rücktritt als Parteichef und
bis 1969  Parlamentsvorsitzender
kurz Botschafter in der Türkei
1970 wurde er aus der Partei ausgeschlossen

und musste fortan seinen Lebensunterhalt bei der
Forstverwaltung von Bratislava als "Beschaffungsinspektor" verdienen.
Politisches Come-back 1989 mit der "samtenen Revolution"
Ich hoffe nur dass sein Autounfall 1992 wirklich ein Unfall war ...

Hans Missliwetz: Samstag, 23. Mai 2015, Tag 11 (11. Tag Hungerstreik).

Wann ist man ein Kind?

Liebe Leserin, halten Sie die Frage für naiv? Oder, Sie, lieber Leser: Das weiß doch jeder, denken Sie? Wirklich?

Die Probe aufs Exempel:

Eine junge Frau ist schwanger im 2. Monat. Ist das kleine Wesen in ihrem Bauch (4 cm groß) ein Kind?

Ein Vierjähriger, der in den Kindergarten geht, ist der ein Kind?

Eine Zwölfjährige, die die Schule schwänzt? Ein Kind?

Ein Sechzehnjähriger, der seine Eltern beschimpft, weil sie ihm nicht das neueste Smartphone kaufen, ist der ein Kind?

Oder ein vierundvierzigjähriger Mann, Rechtsanwalt, mit gutgehender Praxis, Versorger seiner alten Eltern, zum drittenmal geschieden, ist der ein Kind?

Die Antwort: Es kommt auf das Alter an.

Das Ungeborene im 2. Lunarmonat (medizinischer Fachbegriff für Schwangerschaftsmonat zu 28 Tagen) ist kein Kind. Er ist laut Rechtsbegriff nur eine Leibesfrucht. Dem gesetzlichen Schutz vor vorsätzlicher Tötung unterliegt er nicht. Er kann straflos abgetrieben/getötet werden (aber nur von der Mutter oder einem Arzt im Auftrag der Mutter). Immer bis zum 3. Monat. Danach bis zur Geburt in definierten Ausnahmefällen.

Der Jurist sagt: Das Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod.

Der Volksmund sagt: Das Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus und der Hund tot sind, und das Leben endet im Pflegeheim.

Der Vier- und der Zwölfjährige sind Kinder. Richtige Antwort.

Der Sechzehnjährige ist nicht nur auf Wienerisch ein „Gfrast“, sondern auch kein Kind mehr. Rechtlich ist man ab dem 14. bis zum 18. Geburtstag ein Jugendlicher. Jugendliche dürfen viel, aber noch nicht (beinahe) alles. Das darf erst der Erwachsene, ein Mensch von seinem 18. Geburtstag an bis zum Tod. Seltsame Schizophrenie des Gesetzgebers: Der Sechzehnjährige, dem er einiges noch nicht zutraut, darf schon wählen!! Er entscheidet mit über die Politik und unsere Zukunft. Bereits früher gab es diese Diskrepanz. In meiner Jugend wurde man erst mit 21 volljährig, Aber bereits mit 18 musste man zum Heer, um nötigenfalls mit der Waffe in der Hand für das Vaterland zu sterben. Bitte kommentieren Sie selbst, was Sie von diesem Faktum halten. Zusammengefasst: Der Sechzehnjährige ist ein Jugendlicher.

Der Rechtsanwalt, 44, ist natürlich ein Erwachsener, kein Kind.

Jetzt stelle ich mir vor, dass ein Richter/In meine Zeilen liest und dabei gähnt. Das habe ich schon im 2. Semester gelernt und gewusst. Ja, die Richter wissen alles und nennen es im Beschluss Sachverhalt und sie haben den Durchblick – glauben sie. Bin ich zynisch oder ätzend?

Somit entschuldige ich mich bei dem Richter, mit dem ich nur in der Phantasie spreche. Sorry, sage ich, bin über das Ziel hinaus geschossen. Aber bitte hör mir trotzdem zu, denn ich bin bis jetzt der Intellekt, das Sprachrohr und ein Motor der BIK.

Meine/unsere Überzeugung:

Der Mensch lebt in einer wirklichen/realen Welt. Diese unterscheidet sich von „der Welt des Rechtes“ grundsätzlich. In der wirklichen Welt geschieht alles, was vorgeht, auch wirklich, das heißt tatsächlich und in Echtzeit. Menschen lieben, hassen, sterben, scheißen, heiraten, werden geschieden, kotzen, sind krank, bluten, sterben auch für ihr Vaterland, manche sogar voller Überzeugung, andere langweilen sich. Es gibt Helden, Feiglinge, viele Trottel, einige Gescheite, Charakterlose, Verbrecher, meistens Gleichgültige und Gedankenlose, einige, die man nicht wirklich einordnen kann, Gestörte und psychisch Kranke, andere indifferente Menschen auf dem Niveau von Zimmerpflanzen bzw.  Gummibäumen, vereinzelt Genies, Adolf Hitler, Franz von Assisi, Josef Stalin und Mutter Theresa. Die Welt ist sehr bunt.

Die geistige Welt des Rechtes ist abstrakt, farblos, nicht einmal schwarz-weiß, sondern nur Umrisszeichnungen. Es handelt sich um Normen, die Teilbereiche unseres sozialen Verhaltens regeln, und die mit staatlichem Zwang durchgesetzt werden. Dazu werden Gesetze geschaffen, die Wirklichkeit wird dem Gesetz  angeglichen (Sachverhalt und Subsumierung nennt ihr das) und dann das ganze Konstrukt nach allen Regeln der Kunst rabulistisch zerpflückt, analysiert und durch Argumente belegt, dann gewichtet, freie Beweiswürdigung genannt, um schließlich zu einem Beschluss und Urteil zu gelangen. Das alles spielt sich in einer hoch abstrakten, oft logisch stringenten (die Realität ist das nie) und ziemlich gefühlsfreien, emotionsarmen Welt ab. Deshalb glauben Juristen sie seien objektiv. Hoppla, sage ich, wenn jemand das glaubt, dann ist ihm nicht bewusst, wie sehr er auch von Gefühlen, überhaupt  vom Unbewussten beeinflusst und gesteuert ist. Willkommen in der Welt von Sigmund Freud. Gesellschaftlich unbewusst (Erich Fromm), weil in der Regel unreflektiert, bleibt dem Juristen, wie sehr er dem geltenden gesellschaftlichen Konsens stützt, Interessen der wahren Machthaber (das sind nicht nur, aber auch die, die in der Politik das Sagen haben) durchsetzt. Die Welt des Rechtes gleicht mehr einer Computersimulation (Game) als der Wirklichkeit.

Wann ist man also ein Kind? Zweiter Versuch, eine passende Antwort zu finden?

In allen von mir genannten Beispielen. Jeder dieser Personen ist ein Kind.

Der Ungeborene im Mutterleib ist ein Kind. Die Mutter, die sich freut, Babywäsche einkauft und über die Tapetenfarbe des Kinderzimmers – rosa – nachdenkt. Sie sagt: „Ich bekomme ein Kind. Mein Kind soll es schön haben!“

Die Mutter, die abtreibt, sagt: „Ich bin zu jung, arbeitslos, er will mich nicht heiraten, weil er zu seiner Ehefrau zurückkehrt, mit einem Kind, kann ich nicht mehr studieren. Das Problem muss ich lösen.“ Das Problem ist ihr Kind und sie löst es, das Problem, auf ihre Weise im Einklang mit dem Gesetz, indem sie sich vom Problem löst. In Diskussionen sagten Frauen zu mir: Das ist noch nicht ein Kind, das ist nur ein bloßer Zellhaufen. Ich widerspreche, es ist ein werdendes Kind. Wen es ein bloßer Zellhaufen wäre, wäre es korrekt Tumor zu benennen.

Dass Vier- und Zwölfjährige Kinder sind, darüber müssen wir nicht streiten. Der Zwölfjährige darf allerdings in Afrika Soldat sein.

Der Sechzehnjährige ist unreif. Wie seine Eltern sagen: Er ist ein großes Kind, das noch nicht begriffen hat, wie lange und hart wir beide (ich als Supermarktkassierin und mein Mann am Bau) arbeiten müssen, um ihm das neue, teure Mobiltelefon zu kaufen. Unser Kind hat noch nicht begriffen, dass man etwas leisten muss im Leben, dass man sich oft nicht alles leisten kann, was man sich wünscht. Dass man arbeiten muss (Wirklich? - fragen viele Jugendliche. Mir steht doch Grundsicherung zu!).

Der Rechtsanwalt, 44, ist auch ein Kind, das Kind seiner Eltern. Das wird er bis zu seinem Tod bleiben. Es ist sein und ihr Schicksal. Er versorgt sie, ein schöner Zug von ihm, Rollenumkehr im Alter. Sie bedeuten ihm etwas – das ist Bindung. Aber auch wenn das nicht so wäre: Das Faktum, dass sie noch leben, bedeutet für ihn, dass er sich immer noch als Kind fühlt, als ihr Kind, speziell in ihrer Gegenwart. Erst wenn sie beide gestorben sind, kann er diese Kinderrolle ablegen. Das ist die dritte Geburt des Menschen. Die erste war die physische Geburt des Menschen mit dem ersten Atemzug, erstem Schrei. Die zweite, die psychische Geburt (Margaret Mahler) erfolgte mit drei Jahren, Loslösung von der Mutter, Individuation. Die dritte Geburt, Bezeichnung ist noch zu erfinden, erfolgt mit dem Tod beider Eltern. Dann sind wir endlich frei… und allein.

Das ist die reale, wirkliche Welt, in der wir leben, so wie wir alle sie erleben. Philosophischer Begriff dazu: Die Lebenswelt (Schütz und Habermas).

Und wozu diese ganzen Überlegungen?

Weil es zeigt, wie wichtig die Verbindung, die Beziehung des Kindes zu den Eltern, zu den Menschen, die es liebt (was nicht immer der Fall ist), wie eminent wichtig diese Beziehung ist. Darum geht es und ging es, worüber ich gestern zum Umgangsrecht, Kontaktrecht, Besuchsrecht geschrieben habe.

Noch ein Wort zum Schluss, zum Abschied, vielleicht auch zum Trost für alle jene, deren Eltern bereits gestorben sind.

Sie leben noch!

Sie leben in uns, in unseren Köpfen, unserer Erinnerung, unserer Seele. Sie mischen sogar noch ganz schön mit. Manchmal sprechen wir mit ihnen, manchmal träumen wir von ihnen. Sie sind sehr real. Die Psychoanalyse nennt diese Bilder unserer Eltern in uns „innere Objekte“. Erst wenn wir sterben, sterben sie mit uns, endgültig. Golo Mann fand dafür die schönen Worte: Der zweite Tod.

In diesem Sinne verabschiede ich mich bis morgen.

Das, was ich hier äußere,  sind nicht nur meine privaten Ansichten, für die ich die volle Verantwortung übernehme. Sie sind auch meine volle Überzeugung und psychoanalytisch fundiert. Ich berufe mich nicht auf die Bundesverfassung oder auf die Menschenrechte. Diese sind nur abstrakte Denkgebilde ohne Verständnis dafür, was es bedeutet, ein Kind oder ein Elternteil oder jemand zu sein, der aufrichtig am Schicksal eines Kindes Anteil nimmt. Es sind Worte, die nicht verstehen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Ich berufe mich auf die persönlichen Erlebnisse meiner Leser. Alle waren Kinder, einige waren Eltern, jeder kennt ein Kind. Jeder ist ein Mensch und kennt, wie sich das anfühlt.

Ich bin immer noch Dr. Johann Missliwetz, Gesellschafter der BIK in Wien, 10:04

Erst wenn diese Frage ihrer Worthülsen entkleidet wird, erkennt man mM ihre wahre Bedeutung.

Der Spruch, „mein Bauch gehört mir", der nur im vorigen Jahrhundert unter den gegebenen Voraussetzungen verständlich war, zeigt, wie gut gemeinte Oberflächlichkeit Menschen schadet. Babies sind kein Bauch und Babies gehören niemanden.

Diese dummen Ideologien, dass werdendes Leben erst ab einem bestimmten Zeitpunkt lebt, ist uralt. Schon die alten Taoisten werteten Embryonen erst ab einem bestimmten Zeitpunkt als Wesen.

Dafür dürfte es viele Gründe geben. Einer davon ist vielleicht, dass wir in keiner perfekten Welt leben, in der es nicht auf Stärke und Wehrbarkeit ankommt. Im Gegenteil, die Gerichte der Geschichte und die Geschichte der Gerichte zeigen, wie der Mensch dem Bösen und dem Unrecht immer wieder den Anstrich des Guten und des Rechts gibt; als ob er Angst vor der Wahrheit hätte.

Auch heute fahren Gerichte über Kleine drüber und verschonen Große. Eine Gerichtsbarkeit, die der Qualität und dem Einsatz eines Anwaltes neben der Privatmeinung (die mitunter als Auswahlkriterium dient) einer Sachverständigen derart hohe Bedeutungen einräumt, verkam zu einem Kasperltheater für Erwachsene, in dem das Krokodil immer den Kasperl frisst. Gerichte sollten aber keine Krokodilfreiluftbühnen sein.

Richter sein ist schön, aber auch gefährlich: Richter dürfen den Mainstream der Rechtssprechung nicht verlassen; auch wenn Einzelfälle dadurch wissentlich zu Unrecht entschieden werden:

Besser, ein Einzelfall wird falsch entschieden, als das ganze System muss eine Kehrtwendung machen.

Auch die Jugendwohlfahrt opfert lieber Kinder, bevor sie ihr Unvermögen, oder auch nur einen kleinen Irrtum, eingesteht. Die Angst, ein Eingeständnis der eigenen Unzulänglichkeit würde den bisher medial tabuisierten Kritiken Nahrung geben, ist zu groß, um Liebe und Menschlichkeit als Ziel ihrer Arbeit zu definieren.

Leider ist heute die zweite Entbindung einer gewissen Kate oder der Sieger eines Gesangswettbewerbs, bei dem es weniger um musikalische Qualität als um geistentleertes Sackhüpfen rund um die politische Korrektheit geht, wichtiger, als die Not des Nachbarn. Nachbarn in Not werden nur wahrgenommen, wenn einem der Fernseher diese offenbart..

Und weil der Fernseher nichts über Kindesleid in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, in unserem Verantwortungsbereich, zeigt, gibt es diese nicht. Nicht alle Fragen werden beantwortet. Leider werden nicht einmal alle Frage gestellt.

Danke für Eure Aktion und klaren Berichte!
Steter Tropfen höhlt den Stein....
Danke für Eure jahrelangen, unermüdlichen Tatsachenberichte und Eure vielen seriösen und hilfreichen Beiträge.

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