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Erhebt euch. Seit nicht Still. Sucht nach Betroffenen und Unterstützt einander.

Gestartet von Papa Lino. Letzte Antwort von Maria Mae Jun 2. 2 Antworten

papalino.forte@gmail.comHallo liebe Leute, danke das ihr da seits.Um mich, meine Familie und meine Kinder zu schützen möchte ich ein bisshen Bedeckt bleiben. Aber für euch werde ich mich öffnen, und…Fortfahren

Jugendamt verschleiert Beweise und handelt Unrecht

Gestartet von Andreas Tuschek. Letzte Antwort von Maria Mae Jun 2. 18 Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,wir hätte hier eine Angelegenheit, welche die Medien sehr interessieren könnte. Eine Angelegenheit, wo Kinder im Spiel sind und auch darin das Jugendamt durch falsche…Fortfahren

Tags: Kindsentzug, Obhut, Jugendamt

Hunger Strikes

Gestartet von joe jons. Letzte Antwort von jiandan0955 4. Dez 2020. 1 Antwort

Hello,In Delanshar, they are arrested and thrown in jail. Once in a cell they are allowed no contact with media, family or anyone, and then they are given no food until they die. In other words: they…Fortfahren

Väter ohne Rechte

Gestartet von Robert. Letzte Antwort von jiandan0955 4. Dez 2020. 7 Antworten

Ich bin Vater einer 2 Jährigen Tochter und habe mich von der Kindesmutter getrennt, da sie erneut an Bolimie erkrankt ist!Nun ist es so,dass das Jugendamt nichts dagegen unternimmt! Die Kindesmutter…Fortfahren

Während Wien den Songcontest feiert, quälen sich einige Aktivisten durch einen Hungerstreik für Kinderrechte in Österreich. Am Christian Broda Platz nahe des Westbahnhofs haben sie ihr vom 13.5.2015 bis 27.5.2015 Zelt aufgeschlagen, in dem sie auch übernachten. Ihre dringlichsten 3 Forderungen sind: 1 – Durchsetzbarkeit des Kontaktrechtes für Bezugspersonen, bzw. Angehörige, 2 – Kontrolle und Reform der Jugendwohlfahrt, 3 – Anerkennung und gesetzliche Regelung zur induzierten Entfremdung PAS. Es wird auf die Verbrechen gegen Heimkinder hingewiesen. Diese zeigen an, dass die Institutionen und die Politik versagt haben. Vorhersehbar ist, dass die Entscheidungsträger weiterhin die Thematik und auch diese unbequeme Veranstaltung ignorieren werden. Totschweigen ist keine Lösung! Es wird hier ein Zeichen gegen Behördenwillkür und Ignoranz der Politik gesetzt. Die billigen Ausreden, alles sei in Ordnung, uns sei kein Missstand bekannt, ziehen nicht mehr und werden durch zwei Schwarzbücher widerlegt (Schwarzbuch Familienrecht und Schwarzbuch Jugendwohlfahrt Österreich). Die Bürgerinitiative Kinderrechte und Heimkinder Aktiv Community rufen zum Hungerstreik auf! Alle, die sich mit obigen Zielen identifizieren möchten, sind herzlich eingeladen, uns zu unterstützen!

Kilos für Kinderrechte

Pressetext Hungerstreik

Bezirkszeitung Interviews Hungerstreik

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Antworten auf diese Diskussion

Lieber Peter

in Deinen Worten lässt sich gemütlich ruhen.

Dein Aufmuntern erachte ich als einen besonderen Verdienst, weshalb ich dir gerne mit den Worten unseres Bundspräsidenten,

"Die Auszeichnung ist eine symbolische Geste, aber eine deutliche Geste, dass man seine außergewöhnliche und unorthodoxe Arbeit schätzt und weiß, wie viel Idealismus, Kraft und innere Energie dazugehören"

das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich überreichen würde.

 

Hans Missliwetz: Pfingstsonntag, 24. Mai 2015, Tag 12 (12. Tag Hungerstreik).

Nur die Harten kommen durch

„Nur die Harten kommen durch. Und von denen nur zehn Prozent!“.

Das ist ein Zitat, ein Ausspruch eines Staatsanwaltes des Straflandesgerichtes Wien, der ins Gefängnis musste. Er hatte einem dubiosen Geschäftsmann die Einstellung einer Voruntersuchung verkauft und war aufgeflogen. Das war einer der kleinen Skandale im Grauen Haus, weder der erste, noch der letzte.

Konnex zum Hungerstreik? Robert hat nach Tag 8 aufgegeben. Ich danke ihm für sein Engagement.

Wie man sieht, sind 14 Tage Hungern heavy. Jetzt sind es nur noch zwei, nur die Harten kommen durch: Gerhard und ich. Sechs waren geplant, der eine kam gar nicht. Wenn wir zwei es schaffen (das werden wir), beträgt die Erfolgsquote ein Drittel, 33 Prozent, also mehr als die zehn Prozent des obigen Ausspruches.

Ich schreibe ins Leere, weiß nicht wer mich liest, ob mich überhaupt jemand liest, wer das ist. In Ermangelung einer konkreten Vorstellung meiner Leser ersetze ich die Frage – Wie geht es dir? – durch die Frage – Wie geht es mir?

Wie geht es mir? Erstaunlich gut, ist das erste, was mir einfällt. Ich habe nur noch zwei Tage, könnte aber weiter machen, wenn es sein müsste oder Sinn hätte. Das Hungergefühl ist nicht quälend, sondern nur ein leichtes Hintergrundrauschen. Etwas schwach fühle ich mich. Ausdauer ist in Ordnung, gestern war ich schwimmen, heute lange spazieren. Stiegen steigen allerdings macht mir zu schaffen, es erschöpft mich.

Psychisch? Blendend. Die Einfälle sprudeln nur so, sehe vieles in neuem Licht, viele Impulse; hinterfrage auch vieles, was ich seit Jahr und Tag mache, will neue Wege gehen.

Der Eurovision Songcontest ist vorbei. Die Hoffnung, dass ein wenig der Medienaufmerksamkeit, die der Veranstaltung überreichlich geschenkt wurde, auch auf die Kinderrechte oder Sache der Kinder abfällt, hat sich nicht erfüllt. Schweden hat gewonnen, hörte ich. Deren Song oder dass Schweden gewann ist mir genauso egal, wie den schwedischen Teilnehmern die österreichischen Kinderrechte sind.

„Menschenrechtstadt Wien“ heißt es auf den Plakaten. Was sind die Menschrechte? Was hat man sich darunter vorzustellen? Wie sind sie entstanden? Wie werden sie umgesetzt? Was ist ihr Ziel? Wie steht es in Österreich mit den Menschenrechten?

Ich stelle nur die Fragen.  Keine Antworten, ich belehre (informiere – das Wort gefällt mir besser) nicht, wie sonst?

Erkenne dich selbst – stand über dem Apollotempel. Philosophen forderten das. Es gibt Vereine, die das in den Mittelpunkt stellen. Selbsterkenntnis ist auch ein Ziel der Psychoanalyse.

Spielen wir dieses Spiel der Selbsterkenntnis mit Ihnen, liebe Leser. Wissen Sie die Antworten zu obigen Fragen? Nein? Haben Sie einfach darüber hinweg gelesen? Werden Sie sich informieren? Nein?

Ein Nein unter obigen Konditionen (werde mich nicht informieren) bedeutet:

Mich interessieren Menschenrechte nicht. Das ist Selbsterkenntnis, die nicht um den heißen Brei herumredet. Seien Sie so ehrlich zu sich selbst, gestehen Sie es sich ein. Mir sind mein Schnitzel mit Gurkensalat, mein Bier, das Fernsehen, der Eurovision Songcontest wichtiger – sagen sie es laut zu sich selber. Na und? Deshalb sind Sie kein böser Mensch, die meisten sind so.

Der halbherzige Einwand – aber später hätte ich mich über das Thema informiert – ist nur der Versuch, sich selbst zu belügen. „Irgendwann“ ist nie. Das Thema Fasten passt dazu. „Irgendwann werde ich abnehmen“. Blödsinn. Die meisten Diäten beginnen morgen.

Die Menschen sind, wie sie sind. Kinderrechte beginnen erst beim eigenen Kind. Wenn Mann/Frau das Kind abhandenkommt, rennen einige zur BIK. Sie rufen an, sie wollen: „Bitte, begleiten Sie mich heute Nachmittag zum Jugendamt!!!“. Sie wollen viel. Bekommen sie es, sind sie weg, auf Nimmerwiedersehen. Sind alle so? Nein, nicht alle. Die meisten sind so.

Beklage ich mich? Ja, auch. Es geht aber nicht um mich, sondern um die Sache. So kann man keine politische Basisarbeit leisten, so bewirkt man nichts. Das Thema muss bei der nächsten Versammlung der BIK thematisiert werden. Konsequenzen sind zu ziehen.

Gute Nacht, meine übliche Schlussformel erspare ich mir. 21:33:16

Die Worte des Verleihers gemahnen deutlich an zynische Heuchelei. Meine Worte meine ich tatsächlich so, wie ich sie schreibe. Das Recht des Erfolges zeigt sich eben oftmals als Triumph des siegreichen Kriegers über den verreckenden Besiegten auf dem Schlachtfeld - nicht mehr und nicht weniger.

Solange es Sieger und Besiegte, Herren und Sklaven, Täter und Opfer gibt, ist das Schlachtmahl bestens bereitet - Die Ruhe nach der Schlacht ist wohl nicht der Friede - Obgleich die Sehnsucht nach letzterem über den Siechenden und Siegreichen einen Augenblick schwelt, welcher nahezu ewig anzudauern scheint und nach dem Siegesmahl mit Saufgelage ins gütige Vergessen hinabrinnt und zur nächsten mutmaßlich siegreichen Schlacht voll Zuversicht der Morgensonne entgegenstrebt...

Lieber Gerhard, ich danke Dir trotzdem sehr für Deine gutgemeinten Worte, die mich naturgemäß sehr freuen.
Und besonders danke ich Dir für Dein echtes und nachweisliches Engagement.

Lieber Hans,
auch Dir danke ich für Deine deutlichen Worte und Dein nachweisliches Engagement.
Und ja, es geht um die Sache - Die Zeichen setzen leider immer nur einige Wenige, das müssen wir halt aushalten...

Ich wünsche Dir eine gute Nacht und einen wunderschönen Morgen. 22:21

Lieber Gerhard! Lieber Hans!

Habe das Gedicht nun leicht überarbeitet und widme es Euch anlässlich Eures Hungerstreiks:

Das Recht des Erfolges
zeigt sich eben oftmals als Triumph des siegreichen Kriegers über den verreckenden Besiegten auf dem Schlachtfeld - nicht mehr und nicht weniger.

Solange es Sieger und Besiegte, Herren und Sklaven, Täter und Opfer gibt, ist das Schlachtmahl bestens bereitet - Die Ruhe nach der Schlacht ist wohl nicht der Friede - Obgleich die Sehnsucht nach letzterem über den Siechenden und Siegreichen einen Augenblick schwelt, welcher nahezu ewig anzudauern scheint und nach dem Siegesmahl im Saufgelage ins gütige Vergessen zerrinnt. Und zur nächsten mutmaßlich siegreichen Schlacht wähnt sich der Sieger voll Zuversicht der Morgensonne entgegen...

24.05.2015, 22:59 Uhr anlässlich des BIK-Hungerstreiks, Gerhard und Hans gewidmet.



Lieber Peter,

ich dachte, du kennst meinen Galgenhumor

ich wollte nicht zynisch heucheln, sondern dir mit den Worten, die der Bundespräsident bei der Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens für Ute Bock fand, zu verstehen geben, dass euer Leid, das euch als Kinder systematisch zugefügt worden ist, eine der großen Schweinereien Österreichs ist und bleibt.

Egal, ob endlich Konsequenzen oder nicht gezogen werden.

Die Idee kam mir wegen deiner Erfahrungen mit Ute Bock.

Danke, Lieber Gerhard!

Ja, Ja, unser gütiger Herr Bundespräsident - Mehr als Kaffee saufen und Kipferl fressen (© Robert M.), fällt mir zu selbigen absolut nicht ein - Während tausende schwerst traumatisierte Heimkinder mit Einmalzahlungen und Alibitherapien abgeschaßt werden und weiterhin in betulicher Armut ihr Restleben schinden, findet unser BP z. B. nichts dabei, den nach seiner Meinung verfassungskonformen ESM (=Europäischer Stabilitätsmechanismus, gehts bitte noch zynischer) zu unterfackeln um so seine Untertanen heftigst weiterzuverschulden, u. a. damit seine gesamte Operettenrepublik immer fester in die EU-Schuldknechtschaftsdiktatur einzubetonieren, nebstdessen hängt er der guten Ute im Beisein von Baumagnatier Haselsteiner (er ließ die Zohmanngasse renovieren) nen fetten Orden um, für ihre humanitären Verdienste um Obdach für geschundene Flüchtlinge (naturgemäß völlig O.K.). Damit wird gleichzeitig ihre Vergangenheit propagandawirksam beschönigt - Zugegeben, ein echt geiler PR-Gag (Sie war aktiver Teil des Kinderheimterrorregimes, dazu outete sie sich selbst, aber den Orden muß sie ja annehmen, um ihr humanitäres Werk finanzieren zu können, wie sie selbst ausführte). Ute´s Schützlinge - sollten sie sich als ausreichend angepasst erweisen (z. B. in der Humanlegebatterie Zohmanngasse) - stehen z. B. als Hackler für Haselsteiner´s Bauimperium (Welcher letzteres gegen nicht wenig cash, in div. Stiftungen todsicher "anlegte") in aller dankbar, freiwilligen Willfährigkeit zur Verfügung, um den Planeten weiterhin zuzubetonieren (Naturgemäß u. a. für Haselsteiner´s Profitimperium )...

schön geschrieben,

hoffentlich gibt`s auch für die Operettenrepublik das üblicherweise gute Operettenende

andererseits finden sich in den Operetten auch nur die Großen, während die Kleinen sie begeistert behubeln

Hans Missliwetz: Pfingstmontag, 25. Mai 2015, Tag 13 (13. Tag Hungerstreik).

Gutes Fett, böses Fett?

Gut, böse, gehören die zwei Worte nicht nur in die Religion oder Ethik? Haben diese Begriffe in Medizin und Biologie etwas verloren?

Offenbar, denn die Medizin unterscheidet gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Tumore = Krebs.

Das gute Fett ist das, das seine angemessene Funktion erfüllt. Wozu braucht man Fett? 1) als Isolierung bei Kälte, 2) als Verschiebeschicht zwischen Geweben, 3) als Energiespeicher für schlechte Zeiten = Notzeiten = Hunger, 4) als Schutzmantel (die Nieren sind im Nierenlager von Fett ummantelt), schließlich 5) aus kosmetischen Gründen. Die weibliche Brust, die so viele Männer erfreut, wird groß und prall durch Fettgewebe, was diese Männer noch mehr freut (und nicht wenige Frauen lassen sich die Brust vergrößern). Auch im Gesicht. Jemand, der stark abnimmt, wird faltig und wirkt hager.

Das böse Fett sitzt im Bauchinneren, in der Bauchhöhle, um den Darm herum. Deshalb kommt man mit Fettabsaugen nicht ran. Es ist hormonell aktiv. Diese Hormone machen mehrfachen Ärger: a) sie erhöhen den Blutdruck, Folge Bluthochdruck; b) sie verursachen Insulinresistenz, die früher oder später in Zuckerkrankheit (Diabetes) endet; c) sie blockieren Sättigungssignale. Ob jemand zu viel „böses Fett“ hat, sieht man am Bauchumfang.

Vergessen Sie also Waage oder BMI. Messen Sie den Bauchumfang.

Sie messen morgen vor dem Frühstück unbekleidet im Badezimmer vor dem Spiegel ihren Bauchumfang, dort wo er am größten ist (meistens um den Nabel).

Mann: über 94 cm = Risiko; über 102 cm = stark erhöhtes Risiko (Abnehmen!!)

Frau:   über 80 cm = Risiko; über 88 cm  = stark erhöhtes Risiko (Abnehmen!!)

So einfach ist das? Ja.

Und was ist mit dem Fett in der Nahrung?

Komplizierter.

Drei bis vier Jahrzehnte lang war das Fett in der Nahrung böse, die Kohlenhydrate waren die Guten. Also wurde möglichst fettarm gegessen (Diät nach Ornish; low Fat Diäten).

Jetzt, zirka zwei Jahrzehnte lang, haben sie die Plätze getauscht.

Jetzt sind die Fette die Guten, die Kohlenhydrate (Zucker und neuerdings Fruktose) die Bösen! Jetzt isst man konträr (Atkins-Diät; low Carb Diäten).

Was stimmt?

Ich enthalte mich der Aussage, das führt zu weit.

Merken wir uns nur: Die Wahrheit von Heute, ist der Irrtum von Morgen.

Ist ein bestimmtes Fett böse?

Klar, wieder mit dem Spiel „Bäumchen wechsle dich“. Gestern waren es die gesättigten Fette, die Butter. Also verspeiste man Margarine, ärztlich empfohlen. Jetzt sind die Transfette die Bösen (sie sind wirklich böse). Jetzt wird keine Margarine gegessen, ärztlich empfohlen. Was werden meine Kollegen morgen empfehlen?

Ist Cholesterin böse?

Auch hier ist Stimmenthaltung nötig. Nur ein kleiner Hinweis: Cholesterinsenker sind ein Milliardengeschäft. Und weiter: Mehrfach senkte man den oberen Grenzwert (Normbereich). So wurden immer mehr Menschen behandlungsbedürftig.

Welches Fett ist wirklich gut?

Olivenöl sagen viele (Kreta-Diät). Ich denke, das stimmt. Immerhin verzehrten schon die alten Griechen und die Römer Olivenöl. Aber da waren noch nicht Maschinen im Spiel.

Ayurveda schwört auf Sesamöl.

Sicher böse ist eine Fettsäure, die Arachidonsäure. Sie wirkt entzündungsfördernd. Das ist erwiesen. Wie kommt man zu ihr? Möglichst viel Fleisch und Fleischprodukte (Wurst) essen.

Rapsöl soll gut sein, einige wenige sagen nein. Rapsöl ist ein Geschäft, große Anbauflächen.

Gut sind die Fettsäuren in den Kaltwasserfischen. Es sind die bekannten Omega-3-Fettsäuren. Zweimal Fisch pro Woche wird empfohlen. Was sage ich als Vegetarier dazu? Folgendes: Ich esse nichts, was Augen oder Kinder hat. Irgendwann sind die Meere leer gefischt. Werde ich das noch erleben? Ich hoffe nein, denn dann geht es mit der Menschheit nicht mehr gut aus.

Angeblich soll eine bestimmte Art von Fettsäuren Alzheimer vorbeugen. Erwiesen? Nein. Denkmöglich? Ja. Über Ernährung wissen wir noch wenig; der Anschein täuscht, dass ständig darüber geschrieben/gesprochen wird.

Fett in Milch und Molkereiprodukten? Teufelszeug sagen die einen. Sie scharen sich um die soeben sehr moderne Paläodiät. Fein, sagen die anderen, auch die NÖM sagt das.

Acocado? Viel Fett. Schmeckt gut. Gut, ist der  Konsens, gutes Fett zum Essen und für die Gesundheit.

Nüsse? Sehr fettreich. Auch gut, siehe oben..

Bauernspeck? Schlecht sage ich, weil ich Vegetarier bin.

Schlagobers? Pfeif auf diese Diskussion, sage ich jetzt. Ist köstlich mit einer guten Torte. Wenn ich den morgigen Tag überstanden habe, gehe ich in ein Kaffeehaus, vielleicht ins Landtmann.

Dort bestelle ich mir die herrliche Landtmanntorte. Flaumiger Haselnussboden mit Orangen-Marzipan und Haselnussnougat. Dazu eine große Portion Schlagobers. Als Kaffe einen Fiaker (köstlicher Doppelmokka mit einem Schuss Inländerrum. Im Henkelglas mit Schlagobershaube und Cocktailkirsche).

Apropos: Ein Fastenphänomen.

Wenn ich faste, beginne ich Kochbücher zu lesen. Die Farbbilder in Kochbüchrern schaue ich mir an, wie sich andere Männer nackte Frauenbilder in Pornomagazinen anschauen. Stimmt nicht, nicht ganz. Ich lege dabei nicht Hand an mich… ich denke, Sie verstehen, was ich sagen will. Und was ich noch mache, na was? Ich erfinde Kochrezepte.

Sie sehen, es ist bald Zeit, mit dem Fasten aufzuhören.

Ihr hungriger Hans Missliwetz. Gute Nacht 19:42:26

Guten Appetit...

Hans Missliwetz: Dienstag 26. Mai 2015, Tag 14 (14. Tag Hungerstreik).

Es ist vorbei

Heute ist es vorbei, der Hungerstreik ist zu Ende.

Es ist der Zeitpunkt gekommen, um eine Bilanz zu ziehen.

Was hat es gebracht?

Die Antwort ist nicht auf einen einzigen Nenner herabzubrechen.

Unterschiedliche Aspekte ergaben unterschiedliche Resultate.

Wurde politisch etwas in Bezug auf Kinderrechte verändert?

Wurden Menschen der Bevölkerung, die Normalbürger, auf das Thema aufmerksam?

Zweimal Nein.

Um aufmerksam zu machen, muss man erst mal wahrgenommen werden.

Wir wurden nicht wahrgenommen.

Das mediale Echo war Null.

Die Zeitungen, denen wir unser Vorhaben mitteilten, nahmen keinerlei Notiz von uns.

Einzige Ausnahme war die Bezirkszeitung, die uns ein Forum zu Verfügung stellte, deshalb können Sie auch diese Zeilen lesen. Von unserer Internetcommunity spreche ich nicht, in ihr tummeln sich nur Insider.

Das Radio schien aufzuspringen. Ein Herr von Radio Orange vereinbarte mit mir ein Interview. Ich schrieb ihm eine Mail mit Terminvorschlägen, seitdem hörte ich nichts mehr von ihm.

Das Fernsehen?

Über so etwas berichtet das Fernsehen nicht. Sie haben wichtigere, brennendere,  aktuellere Themen. Erst gestern sah ich, welche das sind. Sender habe ich vergessen (RTL?). Eine junge Kunststudentin zieht durch die USA und trägt dabei eine Matratze. Es ist die Matratze – so sagt sie – auf der sie von ihrem Freund vergewaltigt wurde. Passantinnen, Frauen, solidarisieren sich und tragen mit an ihrer Matratze. Der andere Beitrag? Ein sehr dicker Mann, nennen wir ihn fettsüchtig, tanzt auf einer Party junger Menschen. Diese filmen ihn, stellen den Clip ins Internet und verspotten ihn. Eine Solidaritätsbekundung per Computer folgt. Tausende mailen ihre Sympathie für ihn. Er ist glücklich. Schließlich jetzt gerade: Im ZDF lief „Bares für Rares“. Wir als Zuseher beobachten, wie irgendein Mensch mit einer Antiquität ins Fernsehen kommt, mit fünf Händlern um den Verkauf feilscht, schließlich verkauft oder das Stück wieder nach Hause mitnimmt.

Was haben wir falsch gemacht, wenn diese Events dem Fernsehen berichtenswert sind, unsere ernsten Anliegen aber nicht?

Ein Zeichen wurde gesetzt. Es ist dokumentiert, dass mehrere Menschen auf die Straße gingen und hungerten, zwei davon bis zum bitteren Ende. In zehn oder fünfzehn Jahren werden die Politiker sagen: Wir haben das alles nicht gewusst!!! Niemand hat uns darauf hingewiesen!!!

Man kann dann belegen: Sie haben es gewusst. Oder sie hätte es wissen können.

Die Geschichte wiederholt sich: Das alles kennen wir bereits vom berühmten Skandal um die Kinderheime, Wilhelminenberg und viele andere Orte.

Befriedigt das? Nein, nicht wirklich. Mir, uns, geht es nicht ums Recht haben. Es geht um die Kinder. Ich zöge vor, ich hätte Unrecht.

Was hat es den Teilnehmer persönlich gebracht?

Sehr viel. Wir sind gesünder und schlanker geworden. Die Kilo purzelten.

Robert hat in 8 Tagen 4 kg abgenommen, Gerhard in 14 Tagen 9 kg und ich 10,3 kg.

Robert verlor 6,5 cm Bauchumfang, Gerhard 5 cm und ich 8 cm. Wie viel das ist, kann jede Leserin ermessen, die versucht hat, mittels Diät in eine um eine Nummer kleinere Bluejeans zu schlüpfen.

Somit haben wir „23,3 kg für Kinderrechte gespendet“.

Die Abnehmergebnisse mögen sehr unterschiedlich erscheinen, sind es aber nicht. Das erkennt man, wenn man den Gewichtsverlust pro Tag kalkuliert: 500 bis 735 g.

Fasten führt auch zu vermehrter Innenschau, neuen Sichtweisen, Veränderungen im Alltag. Sicherlich in diesem Fastenerlebnis für mich. Ich werde als Gesellschafter der BIK zurück- und in die zweite Reihe treten. Vier Jahre Kampf für Kinderrechte, poltischer Aktivismus, haben mich physisch, geistig, emotional erschöpft. Nicht zu vergessen auch einiges an Geld gekostet.

Es ist auch an der Zeit, neue Zugänge zu dem Thema zu finden, neue Blickwinkel.

Ich bedauere diese Zeit nicht. Ich habe viel gelernt, über Kinder, über unser Familienrecht und Familiengerichte, über nicht durchsetzbare Menschenrechte in diesem Land, über die Jugendwohlfahrt. Ich habe einiges gesehen, was ich vorher nicht sah. Vermutlich weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war, zu wohlhabend, zu sehr auf Seiten der Etablierten, Arrivierten. Das sind keine bösen Menschen, sie kriegen nur vieles nicht mit. Hier schließt sich der Kreis. Ich kann mir nun eher vorstellen, wie ein Obdachloser sich fühlt, nachdem ich eine Woche lang auf der Straße geschlafen habe. Ich empfehle das weiter, das ist nicht zynisch gemeint. Es ist ein bereicherndes Erlebnis, nicht mit Camping und Outdoor-Aktivitäten zu vergleichen. Ich weiß jetzt auch nach vier Jahren mehr, wie die Menschen so sind, ohne das weiter zu kommentieren.

Ich danke meinen zwei treuen Gefährten im Hungerstreik, Robert und Gerhard, ich danke allen, die die BIK vier Jahre lang unterstützen, mit ihr sympathisierten. Ich wünschte, wir hätten mehr erreicht.

Bleiben werden die beiden Schwarzbücher: „Schwarzbuch Familienrecht Österreichs: Kinderrechte, Jugendwohlfahrt und Familienpolitik Österreichs“  und „Schwarzbuch Jugendwohlfahrt. Ein Dossier über Seelenmord und Menschenrechtsverletzungen an Kindern und deren Angehörigen“. Beide erhältlich online bei Amazon. Ich verdiene nichts dabei, kein einziges verkauftes Exemplar bringt mir Gewinn. Die Recherchen kosteten Zeit und Geld.

Zeitungslektüre vom Sonntag 24. Mai 2015, Kurier

„26 Jahre Kinderrechte in Österreich…Die MAG ELF als Wiener Kinder- und Jugendhilfeträger nimmt die gesellschaftliche Verpflichtung Kinder vor Unrecht und Gewalt innerhalb und außerhalb der Familie zu schützen, als eine ihrer Kernaufgaben wahr….“

Auf gleicher Seite (Seite 8):

„Kinder schützen, Familien unterstützen“.

Das wird gedruckt, weil es bezahlt wird. Im erst zitierten Schwarzbuch ist nachzulesen, welche Summen dafür an Zeitungen gehen. Natürlich werden  auch Plakate finanziert. Schauen Sie sich auf U-Bahnstationen um.

Seite 9, die Überschrift lautet  „Kinderschutz hat höchste Priorität".

Auf der gleichen Seite Kontakt MAG ELF – Servicestelle. Es werden Krisenpflegeeltern gesucht. Auch diese Ganzseite kommt aus dieser Ecke. Es sind insgesamt vier Seiten, in einer Extrabeilage, als „entgeltliche Einschaltung“ gekennzeichnet.

Das Geld für PR ist reichlich vorhanden. So ist unser Land eben. Nur der Schein zählt, nicht das Sein oder das Tun. Ein Medienspektakel, wie der Eurovision Songcontest. War das früher auch schon so? War es immer so? Wenn ja, warum habe ich das früher nicht gesehen? War ich dumm, gleichgültig? Oder gelingt es dieser Maschinerie aus Oberflächlichkeit und Volksverblödung  jahrzehntelang uns an der Nase herumzuführen? Ich weiß es nicht. Sicher ist, dass ich keinen Verschwörungstheorien glaube. Was bleibt dann? Enttäuschung?

Eine Enttäuschung tut weh, aber wir gewinnen: Ein Leben ohne Täuschung. Das ist nicht wenig. Auch meine Zeit in der Psychoanalyse hat weh getan, mich enttäuscht.

Ich bin Österreicher. Ich liebe dieses Land, fühle mich als Patriot.

Das war`s. Ich verabschiede mich.

Univ.Professor Dr. Johann Missliwetz, Facharzt für Gerichtliche Medizin, Arzt für Psychotherapie, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, in Pension, Buchautor, Vater dreier Kinder und vieles andere mehr. Wien am Dienstag, 26. Mai 2015, um 17:07:52 Mitteleuropäischer Zeit im unbedeutenden Land Österreich auf dem unbedeutenden Planeten Erde in einem unbedeutenden Sonnensystem in einem unvorstellbaren großen Universum voller Geheimnisse. Auf Wiedersehen!

Lieber Hans, ich Danke Dir von meinem ganzen Herzen für Dein Engagement!
Irgendwann wird das Schweigen so laut, daß es unüberhörbar ist...

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