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Jugendamt verschleiert Beweise und handelt Unrecht

Gestartet von Andreas Tuschek. Letzte Antwort von Gerhard Männl gestern. 4 Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,wir hätte hier eine Angelegenheit, welche die Medien sehr interessieren könnte. Eine Angelegenheit, wo Kinder im Spiel sind und auch darin das Jugendamt durch falsche…Fortfahren

Tags: Kindsentzug, Obhut, Jugendamt

Hunger Strikes

Gestartet von joe jons am Montag. 0 Antworten

Hello,In Delanshar, they are arrested and thrown in jail. Once in a cell they are allowed no contact with media, family or anyone, and then they are given no food until they die. In other words: they…Fortfahren

Grobe Fahrlässigkeit eines Jugendamt und Menschenrechtsverletzung

Gestartet von Nicht gewolltes Kind. Letzte Antwort von Nicht gewolltes Kind Feb 8. 12 Antworten

Wen ich das Wort Jugendamt in meinen Mund nehme bekomme ich ein Gefühl des Unbehagens des Grauens des verlassen sein. Ein Gefühl das sich kein Mensch auf Erden vorstellen kann.1966 Ein Baby das als…Fortfahren

Jugendamt

Gestartet von Christa Gonter. Letzte Antwort von Nicht gewolltes Kind Jan 22. 26 Antworten

Wegen falsche Berichte von Jugendamt und Falsches Gerichtliches Gutachten bekomme ich mien Enkelkind nicht mehr zurück .Hatte es ein Jahr bei mir :MIt 1 Jahr wurde die kleine (gerade munter geworden…Fortfahren

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-der-tod-vo...

Sabine Doll 22.04.20182 Kommentare
Heidemarie Rose geht nach fast drei Jahrzehnten als Abteilungsleiterin in der Sozialbehörde in den Ruhestand. Sie schildert, wie der Tod von Kevin die Kinder- und Jugendhilfe in Bremen verändert hat.

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Heidemarie Rose leitete 27 Jahre die Abteilung „Junge Menschen und Familie“ in der Sozialbehörde. Jetzt ist sie in den Ruhestand gegangen. Besonders bewegt hat sie der Tod des kleinen Kevin. In der Folge wurde das Systen der Frühen Hilfen in Bremen
Heidemarie Rose leitete 27 Jahre die Abteilung „Junge Menschen und Familie“ in der Sozialbehörde. Jetzt ist sie in den Ruhestand gegangen. (Christina Kuhaupt)
An den 10. Oktober 2006 erinnert sich Heidemarie Rose sehr gut. Der Tag war ein Einschnitt. Ein Tag, der im Kinderschutz in Bremen und bundesweit für Veränderungen sorgen sollte. Vor allem aber war es ein Tag, an dem Schock, Trauer und Fassungslosigkeit tief saßen. "An diesem Tag wurde Kevin tot aufgefunden", sagt Heidemarie Rose.

Polizisten wollten den Jungen aus der Wohnung des Ziehvaters in Gröpelingen holen. In einem Kühlschrank fanden sie die Leiche des Zweijährigen. Da war er schon wochenlang tot. Tot geprügelt vom Ziehvater. Kevin stand unter dem Schutz des Jugendamtes. Fehleinschätzungen, falsche Entscheidungen, zögerliches Handeln, falsches Vertrauen in die Eltern und überforderte Fallmanager beim Jugendamt lösten die Katastrophe aus, wie die Aufarbeitung im parlamentarischen Untersuchungsausschuss "Kindeswohl" später ergab.

Und sie zeigte: Die Katastrophe bahnte sich bereits seit der Geburt des Jungen an. Trotz Knochenbrüchen, Klinikaufenthalten und offensichtlicher Hinweise auf Misshandlungen wurde Kevin immer wieder den drogensüchtigen Eltern zurückgegeben. Bis er an diesem Tag im Oktober 2006 tot aufgefunden wurde.

"Eine wahre Allianz des Versagens"
"Eine halbe Stunde, nachdem wir von Kevins Tod erfahren hatten, saßen die damalige Sozialsenatorin Karin Röpke und ich in ihrem Büro. Wir haben versucht, zu verstehen, was passiert ist", sagt Heidemarie Rose rückblickend. 27 Jahre lang leitete sie die Abteilung "Junge Menschen und Familie" in der Sozialbehörde. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehörte das Jugendamt.

Nach fast drei Jahrzehnten ist die promovierte Erziehungswissenschaftlerin jetzt in den Ruhestand gegangen. Mit sieben Senatorinnen und Senatoren hat sie als Abteilungsleiterin zusammengearbeitet. Viel hat sich in den drei Jahrzehnten politisch und gesellschaftlich verändert. Und viele dieser Veränderungen hat sie als Abteilungsleiterin in der Sozialbehörde mitgestaltet und umgesetzt: den Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung zunächst für Dreijährige und später für unter Dreijährige mit der entsprechenden Qualifizierung von Erziehern, Inklusion in Kindergärten oder die Unterstützung von Eltern durch ein System Früher Hilfen.

Viele dieser Veränderungen waren das Ergebnis langer politischer Debatten, die im Bund oder in den Ländern geführt und mit einem entsprechenden Zeitfenster umgesetzt werden konnten. Andere wurden durch besondere Ereignisse angestoßen. So wie bei "Kevin". "Die Aufarbeitung zeigte, dass es eine wahre Allianz des Versagens gab, in deren Zentrum das Jugendamt stand", sagt Heidemarie Rose rückblickend.

System der Frühen Hilfen wurde ausgebaut
"Die ganze Struktur stimmte nicht. Sie bot keinen Schutz davor, dass so etwas wieder hätte passieren können. Und sie bot auch den Mitarbeitern im Jugendamt bei solchen Fällen nicht ausreichend Unterstützung. Der Tod von Kevin hat in der Kinder- und Jugendhilfe und ganz konkret im Jugendamt sehr viel ausgelöst." So seien zum Beispiel regelmäßige Wochenkonferenzen eingeführt worden, bei denen jeder Fallmanager seine "schwierigen" Fälle vorstellt.

Abteilungsleiter müssten Maßnahmen gegenzeichnen. Casemanager würden regelmäßig geschult. "Die Verantwortung ist auf mehrere Schultern verteilt." Was Heidemarie Rose heute noch sehr bewegt, ist ein Foto, das Kevin und seine Mutter zeigt. Sie war drogenabhängig und noch zu Kevins Lebzeiten gestorben. "Auf dem Foto schaut die Mutter Kevin sanft und liebevoll an.

Bei allem Furchtbaren gab es diesen Blick zwischen Mutter und Kind, der nachdenklich macht. Dass sie vielleicht auch eine Chance hätten haben können. Und es stellen sich die Fragen: Wie gehen wir mit Menschen um, die unter besonderen Belastungen stehen? Wie können wir sie besser unterstützen?", sagt die 65-Jährige. Nach Kevin sei auch das System der Frühen Hilfen in Bremen ausgebaut worden: Angebote und Unterstützung für Familien, die so früh wie möglich ansetzen.

"Kein Mensch bleibt obdachlos"
Zum Beispiel schon während der Schwangerschaft. "Zu diesem Netz gehören unter anderem Gynäkologen, Familienhebammen, Erziehungshilfen und viele andere Programme. Ein Beispiel dafür ist "Brise", die Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung", sagt Heidemarie Rose. Zu Brise gehören mehrere Programme, die sich direkt an die Familien richten.

Andere werden in Kindertageseinrichtungen umgesetzt. Was Heidemarie Rose in der aktuellen Debatte über solche Hilfen massiv stört: "Es werden Begriffe wie 'sozial schwach' benutzt. Das ist stigmatisierend und überhaupt nicht hilfreich bei dem Ziel, Familien für solche Programme zu gewinnen."

2015 standen die Sozialbehörde und die Abteilung von Heidemarie Rose vor einer besonderen Herausforderung: "Jeden Tag kamen mehr unbegleitete minderjährige Ausländer nach Bremen. In einem Monat waren es sogar 500 junge Menschen, die alle untergebracht werden mussten. Sozialsenatorin Anja Stahmann hatte das Credo ausgegeben: Kein Mensch bleibt obdachlos. Und das haben wir geschafft."

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Neben Hotels und Turnhallen wurden auch mobile Zelte genutzt, um die Jugendlichen unterzubringen. Nicht immer unter optimalen Bedingungen. "Weil die Einrichtungen voll belegt waren, mussten teilweise Matratzen auf die Flure gelegt werden." Wie andere Städte und Kommunen sei auch Bremen nicht auf diese große Zahl geflüchteter Menschen vorbereitet gewesen.

"Es ging um Lösungen. Und zum Vergleich: 1991, als ebenfalls viele Menschen auf der Flucht nach Deutschland kamen, sind wir mit Plätzen für 50 Jugendliche ausgekommen." Bei aller Belastung, täglich neue Unterbringungsmöglichkeiten zu finden, und öffentlicher Kritik an manchen Lösungen sei dies eine besonders bewegende Zeit gewesen, sagt die 65-Jährige.

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