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Väter ohne Rechte

Gestartet von Robert. Letzte Antwort von Bürgerinitiative Kinderrechte Okt 30. 4 Antworten

Ich bin Vater einer 2 Jährigen Tochter und habe mich von der Kindesmutter getrennt, da sie erneut an Bolimie erkrankt ist!Nun ist es so,dass das Jugendamt nichts dagegen unternimmt! Die Kindesmutter…Fortfahren

Ueber Machtmissbrauch und Behoerdenwillkuer durch das Jugendamt Salzburg-Umgebung

Gestartet von Michael Krammer. Letzte Antwort von Bürgerinitiative Kinderrechte Aug 15. 1 Antwort

Liebe Gemeinde, angesichts des anhaltenden und himmelschreienden Unrechts ausgehend von gewissen Mitarbeitern des Jugendamts Salzburg-Umgebung, habe ich mich dazu entschlossen, die Parteilichkeit,…Fortfahren

Familien Gerichts Hilfe das kann doch nicht sein

Gestartet von Kristina Buri. Letzte Antwort von Kristina Buri Jun 2. 19 Antworten

Also die Kinder von meine Lebensgefährte worden zu uns von die Mutter übersiedelt so wollte es Gericht und wir auch. Die Mutter Luiza Y. Aus Wien eine judin hat die Kinder vernachlässig. Sie hat auch…Fortfahren

Jugendamt

Gestartet von Christa Gonter. Letzte Antwort von Christa Gonter Apr 26. 18 Antworten

Wegen falsche Berichte von Jugendamt und Falsches Gerichtliches Gutachten bekomme ich mien Enkelkind nicht mehr zurück .Hatte es ein Jahr bei mir :MIt 1 Jahr wurde die kleine (gerade munter geworden…Fortfahren

http://derstandard.at/1363709089815/Heisses-Eisen-Essen-in-Hort-und...

24. April 2013, 18:32

Eventuell grün hinter den Ohren.

Ernährung in Betreuungseinrichtungen ist ein umkämpftes Terrain – Eine Einrichtung kocht jetzt nach Rezepten von Kochkapazunder Helmut Österreicher
Seit Florian seine Nachmittage im Hort verbringt, hat er zugenommen. Behauptet seine Mutter. Sie könne schwören, dass sich vor einem halben Jahr noch kein Bäuchlein unter seinem T-Shirt gewölbt hat. "Schuld ist das Essen im Hort", sagt sie. Es sei zu fettig, zu viel Fleisch, zu viel Weißmehl. Florian ist sieben, und ihm taugt das Essen. Gestern hat es Eiernockerl gegeben, erzählt er, als Jause dann Würstel. Und außerdem habe er dazwischen eh eine Banane gegessen. Wegen der Gesundheit. Seine Mutter lächelt matt.

Einmal hat sie schon im Hort angerufen und interveniert. "Weil es zwei, drei Mal in der Woche Fleisch gibt." Doch den Betreibern der privaten Einrichtung im 14. Wiener Gemeindebezirk seien die Hände gebunden. "Sie sagen, dass die meisten Eltern dieses Essen verlangen. Weil ihre Kinder nichts anderes essen würden." Das bestätigt man im Hort: "Wir haben schon alles Mögliche probiert: Dinkelauflauf, Gemüselasagne, wirklich feine Sachen. Viele Kinder essen das einfach nicht. Sie beschweren sich zuhause und die Eltern rufen uns dann an."

Buffet statt gemeinsame Mahlzeit

Ernährung im Kindergarten ist ein heißes Eisen. Einige private Einrichtungen in Niederösterreich und Wien sind mittlerweile dazu übergegangen, gemeinsame Mahlzeiten aufzulösen und den Kindern den ganzen Tag über eine Art Buffet anzubieten, wo sie sich jederzeit selbst bedienen können. Seither ist die Langzeitdiskussion um die "richtige Kost" um die umstrittene Frage des richtigen Zeitpunkts erweitert.

Manche sehen schon das Ende der Esskultur nahen, wenn Kinder sich den ganzen Tage nach Lust und Laune bedienen können und die gemeinsamen Mahlzeiten aufgelöst werden. Ernährungswissenschafterinnen wie die Deutsche Christine Brombach betonen, wie wichtig gemeinsame Mahlzeiten für Kinder sind – um soziales Verhalten, Rücksichtnahme und natürliche Sättigung zu lernen. Mit der Förderung des sozialen Verhaltens argumentieren allerdings auch die Fans der Buffets im Kindergarten. Außerdem werde dadurch die Wahrnehmung von Hunger und Sättigung geschult: Wenn die Kinder jederzeit essen können, würden sie lernen, sich nur dann zu nehmen, wenn sie hungrig sind.

Beide Seiten mögen gute und weniger gute Argumente haben – meist entscheidet über die Wahl des Kindergartens ohnehin recht Profanes wie Wohnortnähe oder die Frage, in welcher Einrichtung das Kind noch einen Platz bekommen hat.

Früh übt sich

Wer jetzt "Luxussorgen!" ruft, dem könnte man entgegnen, dass die frühe Ernährungsprägung Folgen für das ganze Leben hat. Ob ein Kind früh vitaminreiche Kost bekommt, hat Einfluss auf seine Vitalität, seine Konzentrationsfähigkeit, seine Gesundheit – und zwar längerfristig. "Eigentlich müsste man schon vor der Kindheit mit der Ernährungserziehung beginnen", sagt die Wiener Ernährungswissenschafterin Ingrid Kiefer. Es sei wichtig, dass Kinder die Vielfalt der Lebensmittel und Geschmäcker möglichst früh kennenlernen. Nur so würden sie später gerne und freiwillig zu Gemüse und Obst greifen. Und zwar nicht nur zu Kartoffeln und Ananas.

Wer jetzt "Elitenproblem!" krakeelt, übersieht, dass öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen ausgleichen sollten, was familiäre Prägung nicht schafft. Wenn Kinder in sozial schwachen, bildungsfernen Milieus nicht die Möglichkeit bekommen, sich früh gesund zu ernähren, oder wenn Eltern unter ökonomischem Druck einfach andere Sorgen haben als die nährstoffmäßig optimierte Kost für den Nachwuchs – dann muss die öffentliche Hand diesen Ausgleich schaffen, um allen Kindern gleiche Chancen zu ermöglichen.

Eltern lernen von Kindern

Im besten Fall lernen die Eltern dann etwas von den Kindern. Etwa, wie man auf einfache Weise gesunde Mahlzeiten zubereitet, die nicht teuer sind. Der Wiener Verein Multika geht diesen Weg. Multika steht für "Multikultur - Linguistik - Integration - Kinderbetreuung - Ausbildung". Der Verein betreibt derzeit zehn Kindergärten für 250 Kinder in Wien, in zuwanderungsstarken Bezirken wie dem 15. und dem 17., entsprechend durchmischt ist das Publikum. Betreut wird zweisprachig. Viele Kulturen, Milieus und Bedürfnisse treffen hier aufeinander. Essen müssen alle.

"Ernährung ist ein heißes Thema bei uns", sagt Geschäftsführerin Alissa Baumgartner-Capatu. "Das pädagogische Konzept, das vor allem auf eine zweisprachige Erziehung setzt, ist nicht vollständig, wenn man nicht auf die Ernährung achtet."

Österreicher im Kindergarten

Deswegen hat Multika jetzt die Initiative "Kitchen 4 Kids" ins Leben gerufen. Unter Anleitung von Kochkapazunder Helmut Österreicher weden Menüpläne erstellt, die dann in der eigenen Küche täglich frisch zubereitet werden. Derzeit werden die Multika-Kindergärten noch von Lieferanten beliefert – wie so gut wie alle städtischen Kindergärten in Wien. "Uns geht es darum, dass die Kinder erleben, woher die Lebensmittel kommen und sehen, wie sie verarbeitet werden", sagt Baumgartner-Capatu. Geplant sind auch Kochkurse für Eltern und Ausflüge zu Bauernhöfen und Gärtnereien mit den Kindern.

Die Multika-Kindergärten sind die ersten, die sich an dem Projekt beteiligen, andere Kindergärten sollen folgen. Baumgartner-Capatu will über das Projekt auch die Eltern erreichen. Sie sollen erleben, wie einfach es ist, gesund und gut zu essen. Helmut Österreicher hat die Rezepte schon mit Kindergartenkindern gemeinsam gekocht: "Die Kinder haben große Freude am Produkt", sagt er, "sie sind sehr kreativ". Der gesundheitliche Aspekt sei ihnen in diesem Alter noch egal. Aber es interessiere sie bereits, warum etwas gut schmeckt. (red, derStandard.at, 24.4.2013)

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Multika

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