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Jugendamt verschleiert Beweise und handelt Unrecht

Gestartet von Andreas Tuschek. Letzte Antwort von Nicht gewolltes Kind Feb 11. 1 Antwort

Sehr geehrte Damen und Herren,wir hätte hier eine Angelegenheit, welche die Medien sehr interessieren könnte. Eine Angelegenheit, wo Kinder im Spiel sind und auch darin das Jugendamt durch falsche…Fortfahren

Tags: Kindsentzug, Obhut, Jugendamt

Grobe Fahrlässigkeit eines Jugendamt und Menschenrechtsverletzung

Gestartet von Nicht gewolltes Kind. Letzte Antwort von Nicht gewolltes Kind Feb 8. 12 Antworten

Wen ich das Wort Jugendamt in meinen Mund nehme bekomme ich ein Gefühl des Unbehagens des Grauens des verlassen sein. Ein Gefühl das sich kein Mensch auf Erden vorstellen kann.1966 Ein Baby das als…Fortfahren

Jugendamt

Gestartet von Christa Gonter. Letzte Antwort von Nicht gewolltes Kind Jan 22. 26 Antworten

Wegen falsche Berichte von Jugendamt und Falsches Gerichtliches Gutachten bekomme ich mien Enkelkind nicht mehr zurück .Hatte es ein Jahr bei mir :MIt 1 Jahr wurde die kleine (gerade munter geworden…Fortfahren

Väter ohne Rechte

Gestartet von Robert. Letzte Antwort von Bürgerinitiative Kinderrechte 30. Okt 2017. 4 Antworten

Ich bin Vater einer 2 Jährigen Tochter und habe mich von der Kindesmutter getrennt, da sie erneut an Bolimie erkrankt ist!Nun ist es so,dass das Jugendamt nichts dagegen unternimmt! Die Kindesmutter…Fortfahren

https://derstandard.at/2000070752207/Suizid-eines-Elfjaehrigen-in-B...

PETRA STUIBER
21. Dezember 2017, 10:00
253 POSTINGS
Ein Flüchtlingsbub hat sich umgebracht – und niemand hat Schuld. Alles korrekt, sagt die Volksanwaltschaft und sieht Fehler nur "unabhängig" von diesem Suizid
Angesichts der Aufregungen rund um die neue türkis-blaue Regierung ist ein Thema untergegangen, das wichtig und bedrückend ist – aber eben nicht so wichtig wie zwei kraftstrotzende Männer und ihr politisches Bündnis.

Denn es geht nur um ein schwaches Kind. Ein totes Kind.

Es geht um den elfjährigen Buben, der im November in Baden bei Wien Suizid begangen hat, von dem immer geschrieben wird, er sei ein "Flüchtlingsbub" gewesen. Als ob es nicht egal wäre, aus welchem Teil der Welt ein Kind stammt, das keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich umzubringen.

Nicht auffällig
Diesen Fall hat nun die Volksanwaltschaft untersucht, und sie ist zu dem Schluss gekommen, dass "weder sein familiäres noch soziales oder schulisches Umfeld zu irgendeinem Zeitpunkt ein verhaltensauffälliges oder gar selbstgefährdendes Verhalten des Kindes wahrgenommen" habe. Fazit der Volksanwaltschaft: Wegen des Suizids des Buben könne man der Bezirkshauptmannschaft Baden und dem Land Niederösterreich keinen Vorwurf machen.

Wer schon einmal ausführlicher mit Behörden zu tun hatte, weiß, dass das als "Carte Blanche", als Freispruch auf allen Linien missverstanden werden wird. Da fällt kaum mehr ins Gewicht, dass Volksanwalt Günther Kräuter "unabhängig von dieser Tragödie" die Überforderung des Buben kritisierte, die aus der Übertragung der Obsorge an dessen 23-jährigen Bruder resultierte.

Nicht "nur" eine Tragödie
Das Anprangern von Missständen in österreichischen Behörden wirkt mitunter so, als würde man mit der Gabel in ein Gelee stechen: gar nicht. Zieht man die Gabel wieder heraus (oder verhallt die Kritik), sieht das Gelee wieder so aus wie davor. Sagt man also zwei Behörden, sie seien eh nicht schuld daran, dass sich ein Elfjähriger umgebracht hat, aber ansonsten sei, "unabhängig davon", gepatzt worden, verhallt das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Dass es alles andere als ein "normaler" Vorfall ist, wenn ein Kind sein Leben beendet, dass es nie "nur" eine Tragödie, sondern immer auch ein Skandal und eine Ungeheuerlichkeit in jeder Hinsicht ist, dass dieses Kind so unglücklich, so allein, so verzweifelt war – darüber denken Behörden eher nicht nach.

Zahlreiche Hinweise
Zur Erinnerung: Der elternlose Elfjährige hat ursprünglich mit seinen fünf Geschwistern, Tante und Onkel in einem niederösterreichischen Grundversorgungsquartier für Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf gelebt. Dies deshalb, weil einer seiner Brüder das Downsyndrom hat. Anfang 2016 hatte der volljährige Bruder den Antrag auf Obsorge gestellt und diese auch bekommen.

Damit begannen die Probleme der Kinder. Der 23-Jährige war überfordert, der Elfjährige sprang bei Behördengängen und als Dolmetscher ein, kümmerte sich um die ganze Familie in einem Ausmaß, das seine Möglichkeiten und sein Lebensalter überstieg. Und es gab auch Gefährdungshinweise: Vor allem die Vernachlässigung des Bruders mit Downsyndrom fiel auf, Diakonie und Ex-Flüchtlingskoordinator Christian Konrad schalteten sich ein, und – nichts geschah.

Alles unabhängig
Am 11. November schließlich wurde der Elfjährige, der bis dahin "unauffällig" war und brav in der Schule, gemeinsam mit einem Siebenjährigen beim Ladendiebstahl in einem Spielwarengeschäft erwischt. Die beiden Buben hatten zwei Täschchen im Wert von wenigen Euro "mitgehen" lassen. Tags darauf war das Kind tot.

Nun wie der Volksanwalt abzuleiten, dass dies alles unabhängig voneinander zu sehen sei – die Überforderung, die Belastung, der Suizid –, ist, gelinde gesagt, gewagt. Wer kann garantieren, dass das Kind nicht längst aufgegeben hat, nach Hilfe zu schreien, weil es ohnehin keiner gehört hätte? Wer kann sicher sein, dass es sich nicht schon längst in sich zurückgezogen hat, seine Gefühle nicht preisgab, weil der Druck so riesengroß war, sich unbedingt zu integrieren und "funktionieren" zu müssen?

Möglich, dass nach dem Buchstaben des Gesetzes nichts falsch gelaufen ist. Dass alles korrekt war. Niemand hat Schuld. Nur ein Kind ist tot. (21.12.2017, Petra Stuiber)

Hilfe in Krisen:

Für Menschen in Krisensituationen und deren Angehörige gibt es eine Reihe von Anlaufstellen. Unter suizid-praevention.gv.at findet man Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken.

Telefonische Hilfe im Krisenfall gibt es auch bei:

Telefonseelsorge: 142, täglich von 0 bis 24 UhrKriseninterventionszentrum: 01/406 95 95 (Montag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr); auch persönliche und E-Mail-Beratung: kriseninterventionszentrum.at

Sozialpsychiatrischer Notdienst / PSD: täglich von 0 bis 24 Uhr, Tel.: 01/31330; Angehörige finden Informationen und Materialien unter suizidpraevention.at und agus-selbsthilfe.de

Rat auf Draht: Tel.: 147

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