Forum

Jugendamt verschleiert Beweise und handelt Unrecht

Gestartet von Andreas Tuschek. Letzte Antwort von Beate Klautzer am Montag. 14 Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,wir hätte hier eine Angelegenheit, welche die Medien sehr interessieren könnte. Eine Angelegenheit, wo Kinder im Spiel sind und auch darin das Jugendamt durch falsche…Fortfahren

Tags: Kindsentzug, Obhut, Jugendamt

Dringend - Psychiater für meine Kinder und mich gesucht

Gestartet von Schleinzer. Letzte Antwort von Herbert Fürdank-Hell Okt 11. 4 Antworten

Ich suche wirklich ganz dringend einen Psychiater (wenn möglich WGKK) in Wien für meine Kinder und mich - gerichtliche Auflage.

Liste Pilz/Stern: Steirische Landesregierung sollte im Fall Janka auf Verjährung verzichten!

Gestartet von Nicht gewolltes Kind. Letzte Antwort von Nicht gewolltes Kind Aug 7. 1 Antwort

Es wäre ganz lieb von allen Menschen/Freunden das mein Anliegen auf allen Internets Blattformen "Server" verbreitet Wirt und vielleicht kann mich der eine oder andere unterstützen für das…Fortfahren

Hunger Strikes

Gestartet von joe jons Mai 21. 0 Antworten

Hello,In Delanshar, they are arrested and thrown in jail. Once in a cell they are allowed no contact with media, family or anyone, and then they are given no food until they die. In other words: they…Fortfahren

https://www.zvw.de/inhalt.kinderschutz-wann-sollte-das-jugendamt-in...

ZVW/Peter Schwarz02.08.2018 - 20:30 Uhr

Schorndorf. Das Jugendamt, das ist die Kinder-Wegnehm-Behörde, sagen manche. Und andere: Die tun doch nichts, die schauen viel zu lange tatenlos zu. Einblicke in den Alltag einer von Vorurteilen umstellten Institution:

Neulich, Anruf in der Redaktion: In der Nachbarschaft schreie ein Kind, es schreie morgens, schreie abends, schreie stundenlang, tagein, tagaus. Da stimme was nicht.

Solche Hinweise, sagt Thomas Müller, stellvertretender Fachbereichsleiter beim Kreisjugendamt in Schorndorf, landen auch bei ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen regelmäßig. Viele Warnrufe entpuppen sich als blinder Alarm. Ein Säugling zahnt unter Schmerzen; oder ein Nachbarschaftsstreit steckt dahinter; oder ein Vermieter will einen Mieter loswerden und denkt: Anschwärzen kann nicht schaden.

"Jedem Hinweis gehen wir nach"
Aber – und dieses Aber ist wichtig: „Jedem Hinweis gehen wir nach“, sagt Thomas Müller, „egal, wie schräg er sich anhören mag erstmal“, jedem Verdacht folgen sie, indem sie sich im Zweierteam vor Ort ein Bild machen. „Wir sind im Grunde froh, wenn die Leute sich melden. Wir ermuntern sie: lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.“ Wer sich um die Kinder anderer Leute sorgt, ist weder ein Spitzel noch mischt er sich in Dinge ein, die ihn nichts angehen; sondern tut schlicht, was der ehrwürdigste Gesetzestext unserer Republik lehrt.

Grundgesetz, Artikel 6, Absatz 2: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“

Die staatliche Gemeinschaft: Das sind wir alle. Besonders gute Erfahrungen hat Müller mit Arztpraxen, Kliniken, Schulen, Kindergärten gemacht, dort herrsche oft ein feines Sensorium für die Symptome, die auf familiäre Verwahrlosung oder Gewalt hindeuten. Aber „alle müssen hellhörig sein, wenn es um Kinderschutz geht.“

Krasse Fälle und ermutigende Wendungen
Im Laufe der Jahre hat Thomas Müller Fälle erlebt, die „wirklich krass“ waren. Einmal folgten sie einem Hinweis und fanden: Fünf Kinder, das älteste acht, das jüngste ein halbes Jahr alt – allein zu Hause, in fürchterlichem Chaos hausend, „Steckdosen waren aus der Wand gerissen“. Der Vater: schon lange weg. Die Mutter: für drei Tage verreist in die Alpen. „Wir haben alle fünf eingepackt und in Obhut genommen“ wegen akuter Kindeswohlgefährdung.

Solch schrille Szenerien, die sofortiges Handeln erzwingen, sind allerdings die Ausnahme. „Wir haben überhaupt kein Interesse, Kinder rauszunehmen. Unser erster Auftrag ist es, Familien so zu ertüchtigen, dass sie es schaffen mit ihren Kindern“, so Müller

Klischee von der "Kinderwegnehmbehörde"
Klar, das finstere Klischee von der „Kindwegnehmbehörde“ ist auch ihm geläufig. Nicht immer ist er willkommen. Einmal besuchte er eine Familie, fand den Vater angetrunken, die Mutter hilflos, die Kinder durcheinanderwuselnd. Der Hausherr „wollte meinen Dienstausweis“, Müller reichte ihn, „er hat ihn nicht mehr zurückgegeben.“ Am Ende trat der Besucher den Rückzug an: mit zerrissenem Hemd. Und ein Kollege bekam einmal, als er unten an der Haustür klingelte, aus dem ersten Stock einen Eimer Wasser über den Kopf.

Aber „wenn sie uns kennenlernen, wird es meist im Gespräch milder“. Manche Eltern sind „froh über die Unterstützung“. Und auch das gibt es: Ein Vater „hat mich mal alles geheißen“ – und Jahre später angerufen, um sich zu entschuldigen.

Das vom Jugendamt in Zusammenarbeit mit freien Trägern der Jugendhilfe aufgespannte Unterstützungsnetz ist feinmaschig, es reicht von den „frühen Hilfen“ für Eltern mit kleinen Kindern bis zur Familienhebamme, von der Erziehungsberatungsstelle über Mutter-Kind-Gruppen bis zur „Sozialraumpädagogik“ in Einrichtungen wie dem „JuWel“ in Welzheim oder der „Villa 103“ in Schorndorf, wo sich vier Tage die Woche Kinder nach der Schule treffen, Hausaufgabenbetreuung bekommen, gemeinsam ihre Freizeit gestalten. Der Entzug des Sorgerechts: Das ist das allerletzte Mittel, wenn überhaupt nichts sonst noch greift; und möglich nur nach einer Entscheidung des Familiengerichts.

Betrunkene Eltern und Kinder, die im Müll hausen
Eines Tages rief das Veterinäramt bei Müller an: Auf einem abgelegenen Bauernhof hätten sie den Stall schließen müssen, es sehe da drin verheerend aus. Wenn es in der Wohnung ebenso zugehe . . .

Sie fuhren hin. Im Haus zerbissen zwei Hunde das Mobiliar und koteten auf den Boden; der Vater saß betrunken herum, die Mutter, ebenfalls nicht nüchtern, kämpfte hoffnungslos gegen einen Geschirrberg. Fünf Kinder saßen buchstäblich im Müll.

Mit dem Mann war nicht zu reden. Die Frau aber ließ sich auf Hilfe ein, löste sich aus einer Ehe, die nicht zu retten war, und machte eine Entziehungskur. Es zeichnete sich ab: Alleine fünf Kinder großzuziehen, das würde sie nicht bewältigen. Das Jugendamt brachte zwei in Pflegefamilien unter, drei blieben bei der Mutter. Dank Unterstützung der Familienhilfe meisterte die Frau ihren Weg.

Abgründe aus Gewalt und Verwahrlosung
Es gibt Berufsgruppen – auch der des Polizisten oder Richters gehört dazu –, die Tag für Tag befasst sind mit dem, was aus dem Ruder läuft: Sie blicken in zerrüttete Verhältnisse, in Abgründe aus Gewalt und Verwahrlosung. Solch ein professionell eingeschränkter Blick kann dazu führen, am Menschen zu zweifeln.

Manchmal, erzählt Thomas Müller, müsse auch er aus Gründen der „Psychohygiene“ innehalten und sich vergewissern: „Die Welt ist nicht so!“ Die allermeisten Familien kümmern sich sorgsam und liebevoll um ihre Kinder. Und bei denen, die Hilfe brauchen, „gelingt es uns oft, sie auf einen guten Weg zu bringen“.

... oder der Papst
Manche Leute wenden sich, wenn ihnen Bedenkliches auffällt, nicht ans Jugendamt. Sondern an den Bundespräsidenten. Und den Papst. Thomas Müller hat mal so einen Fall erlebt – und verblüfft festgestellt: Das funktioniert! Roman Herzog leitete den Hinweis ans Regierungspräsidium Stuttgart, Karol Wojtyla an die Diözese Rottenburg-Stuttgart – und über diese Umwege gelangte das Anliegen doppelt zum Kreisjugendamt. Einfacher ist es aber so: 07151/501 12 86.

Seitenaufrufe: 21

Kommentar

Sie müssen Mitglied von kind24.co.at sein, um Kommentare hinzuzufügen!

Mitglied werden kind24.co.at

© 2018   Erstellt von Bürgerinitiative Kinderrechte.   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen