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Ist es nicht möglich, das Jugendamt, dass ja bis zur richterlichen Entscheidung die Obsorge übernommen hat, nun wegen Kindeswohlgefährdung anzuzeigen?

Gestartet von eva maria schwarz. Letzte Antwort von Bürgerinitiative Kinderrechte 3. Apr 2019. 34 Antworten

Ich schreibe gerade an einer Anzeige gegen Frau Mag. Deutsch, die Schule und den Familienintensivbetreuer, §186StGB: Üble Nachrede und §187StGB: Verleumdung. Nur durch falsch Aussagen dieser Personen…Fortfahren

Väter ohne Rechte

Gestartet von Robert. Letzte Antwort von Gerhard Männl 11. Dez 2018. 6 Antworten

Ich bin Vater einer 2 Jährigen Tochter und habe mich von der Kindesmutter getrennt, da sie erneut an Bolimie erkrankt ist!Nun ist es so,dass das Jugendamt nichts dagegen unternimmt! Die Kindesmutter…Fortfahren

Jugendamt verschleiert Beweise und handelt Unrecht

Gestartet von Andreas Tuschek. Letzte Antwort von Bürgerinitiative Kinderrechte 15. Nov 2018. 15 Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,wir hätte hier eine Angelegenheit, welche die Medien sehr interessieren könnte. Eine Angelegenheit, wo Kinder im Spiel sind und auch darin das Jugendamt durch falsche…Fortfahren

Tags: Kindsentzug, Obhut, Jugendamt

Dringend - Psychiater für meine Kinder und mich gesucht

Gestartet von Schleinzer. Letzte Antwort von Herbert Fürdank-Hell 11. Okt 2018. 4 Antworten

Ich suche wirklich ganz dringend einen Psychiater (wenn möglich WGKK) in Wien für meine Kinder und mich - gerichtliche Auflage.

http://kurier.at/chronik/wien/wilhelminenberg-saemtliche-heimakten-...

Letztes Update am 12.06.2013, 18:00

Der Endbericht über die Geschehnisse im Kinderheim Wilhelminenberg liegt vor: Vergewaltigungen, äußerste Brutalität und sämtliche Unterlagen wurden vernichtet.
Es muss wie ein Rollkommando gekommen sein: Lastwagen fuhren im Jahr 1977 beim Schloss Wilhelminenberg vor. Sämtliche Heimakten wurden in die Lkw verladen. Der rasche Abtransport hat nur einem Ziel gegolten: Die Akten zu vernichten.

„Es gibt keine Heimakten, keine Kinder- und keine Heimlisten vom Wilhelminenberg“, sagte Barbara Helige gestern bei der Präsentation des Endberichtes der Kommission Wilhelminenberg. „Die Vernichtung der Aufzeichnungen mit der Schließung des Heimes ist ein äußerst unüblicher Vorgang“, erklärte auch Gabriele Wörgötter, Psychiaterin und Mitglied der Kommission.

Illegal

Für Helige, die die Wilhelminenberg-Kommission leitet, ist klar: „Die Vorschriften zur Aktenvernichtung aus dem Jahr 1977 wurden nicht eingehalten.“ Es war illegal, die Unterlagen zu vernichten. Die Spuren, die zu möglichen Tätern oder Hintergründen führen könnten, wurden mit dieser Aktion für alle Zeiten verwischt. Anders als in anderen ehemaligen Kinderheimen, wie Kommissionsmitglied Michael John sagte, sind sämtliche Dienstbücher oder Krankenakten verschwunden. Sofort, am Tag der Schließung des Heimes.

Die Mitglieder der von der Stadt Wien eingesetzten Kommission mussten sich daher vor allem auf Aussagen von Zeitzeugen stützen. Nach eineinhalb Jahren Arbeit wurde am Mittwoch der Endbericht vorgestellt.

Das ehemalige Kinderheim der Stadt Wien im Schloss Wilhelminenberg gilt seit knapp eineinhalb Jahren als Synonym für Gewalt – vor allem auch sexuelle – gegen Kinder.

Die Kommission berichtet im Endbericht (siehe auch Artikel unten) über „massiven sexuellen Missbrauch im Heim“. Mehrere Zeitzeuginnen bestätigen dies. Helige: „In erster Linie waren es Täter von außen, die mithilfe von Erzieherinnen Zugang zu Schlafsälen gefunden haben.“ Die Vergewaltigungen haben in anderen Räumen stattgefunden.

Überbordende Gewalt und die Erniedrigung der Kinder wurde ebenfalls bestätigt. Die Brutalität, mit der Kinder im Heim Wilhelminenberg körperlich misshandelt wurden, war, so Helige, auch durch das damals geltende Züchtigungsrecht nicht gedeckt. Die Heimverordnung aus dem Jahr 1956 verbot sogar ausdrücklich das Schlagen von Kindern.

Behörden und Politik müssen bereits seit den 1960er-Jahren von den schrecklichen Zuständen im Heim Bescheid gewusst haben. Geschehen ist nichts. Bis 1977. Das Großheim wurde als Erstes in Wien zugesperrt. Und sämtliche Hinweise auf Täter vernichtet.

Mehr zum Thema Heimskandal

Mehr Infos unter www.kommission-wilhelminenberg.at

Hintergrund

Ins Leben gerufen wurde die Kommission Wilhelminenberg von Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ). Den Vorsitz übernahm Barbara Helige. Die Leiterin des Bezirksgerichtes Wien-Döbling ist auch Präsidentin der österreichischen Liga für Menschenrechte. Dem Gremium gehört auch Helge Schmucker an. Die Juristin war unter anderem Senatspräsidentin des Obersten Gerichtshofes. Die Psychiaterin und Gutachterin Gabriele Wörgötter und der Linzer Universitätsprofessor Michael John, der schon in Oberösterreich über die Erziehung in Heimen geforscht hat, komplettieren das Quartett. Neben den genannten Personen wurden von der Kommission zahlreiche Psychologen und Historiker beschäftigt.

Das 1977 geschlossene Kinderheim Wilhelminenberg ist die einzige derartige Institution in Wien, die eingehend durchleuchtet wurde. Heute ist in dem Gebäude ein Hotel untergebracht.

ÜBER DEN AUTOR

Georg Hönigsberger

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Zwei ehemalige Wilhelminenberg-Zöglinge über ihre Erfahrungen im Heim

Zwei ehemalige Heimkinder von Wilhelminenberg begleiteten den KURIER zur Präsentation des Kommissionsberichtes. Helmut Oberhauser, 64, war in den 1950er-Jahren zwei Mal in dem Heim kaserniert, Frau H., 55, (Name der Redaktion bekannt), war in den 1970er-Jahren dort.

KURIER: Sie beide haben sexuellen Missbrauch im Heim miterlebt – als Zeuge oder am eigenen Leib. Herr Oberhauser, was haben Sie erlebt?
Helmut Oberhauser: Ich habe ausufernde Gewalt erlebt und war Zeuge von sexuellem Missbrauch. Das hat mich wahnsinnig schockiert. Ich war damals acht bzw. elf Jahre alt. Zwei Erzieher haben in einer Dusche ein Mädchen vergewaltigt. Das habe ich gesehen. Für mich ist das unvergesslich. Ich habe das auch der Jugendfürsorge gemeldet. Mir wurde gesagt, ich solle so einen Blödsinn nicht erzählen, sonst lande ich in der Psychiatrie.

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie ins Heim Wilhelminenberg gebracht wurden?
Frau H.: Das ist ein Riesen-Anwesen! Ich bin aus der Schule abgeholt worden und wusste nicht, wo ich hinkomme. Ich hatte Angst.

Sie haben Vergewaltigungen erlebt?
Frau H.: Eine Erzieherin ist in den Schlafraum gekommen. Sie hat mich aus dem Bett rausgezogen, die Stiegen rauf und mit einem Rempler in einen Raum gestoßen.

Dort waren Männer?
Frau H.: Manchmal waren es zwei, manchmal nur einer, ab und zu auch drei. Die haben zuerst gemeint, ich soll locker bleiben. Dann hat mich einer gepackt und aufs Bett geschmissen und ...

Geschah das häufig?
Frau H.: Das ist sehr oft vorgekommen. Und es waren andere Mädchen auch betroffen. Die Erzieherin hat immer eine von uns geholt. Oft ist man dann blutüberströmt zurückgekommen. Und die Erzieherin sagte: „Halt den Mund, sonst bist du wieder dran.“

War es immer die gleiche Erzieherin?
Frau H.: Es war immer die Schwester Linda, die hat mich immer geholt.
Wie interpretieren Sie den Bericht der Kommission?
Oberhauser: Ich vermisse eine Beweislage. Es wurde gesagt, dass sämtliche Akten vom Wilhelminenberg vernichtet wurden und man sich auf die Aussagen verlassen hat. Das ist für uns Betroffene nichts Neues. Der Bericht ist nur eine Bestätigung dessen, was die Leute in den zwei Jahren immer wieder in den Medien sagten. Was soll dieser Bericht? Ich kritisiere, dass die Betroffenen nicht am Podium gesessen sind und nur die Experten darüber berichteten, was sie von uns gehört haben. Ich nehme die Gemeinde Wien dezidiert aus, weil sie guten Willen gezeigt und diese Untersuchung in Auftrag gegeben hat.

Frau H.: Ich schließe mich ihm an. Wir Betroffene hätten dort auch am Podium sitzen sollen. Es stimmt, dass das alles niemand rückgängig machen kann. Aber den Schmerz haben wir erlitten.

Zumindest ist es seit heute quasi amtlich, dass die Aussagen der ehemaligen Heimkinder zum Großteil stimmen.
Oberhauser: Ja, diese Bestätigung hat der Bericht gebracht. Die Kommission hat sich der Berichterstattung der Betroffenen angeschlossen, sie gesammelt und gebündelt. Die Aussagen mit Akten und Dokumenten zu unterstreichen, war selbst dieser Kommission unmöglich. Und ob man die Täter noch zur Verantwortung zieht, ist gleich wieder weggewischt worden.

Sie wollen der Erzieherin Linda gegenübertreten?
Frau H.: Ja, wirklich. Ich würde sie etliches fragen. Was sie dabei empfunden hat, was sie sich dabei gedacht hat. Was man da einem Kind angetan hat, ob sie kein Herz im Leib gehabt hat? Jetzt heißt es nur immer, „es ist verjährt“. Nicht nur die Vergewaltigungen, auch die Brutalität: Wir wurden geschlagen, eingesperrt, ins Wasser eingetunkt. Die Verantwortlichen sollen uns sagen: Es ist passiert! Und uns dabei in die Augen schauen. Und sie sollen dafür sorgen, dass das nie wieder passiert.

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Kommentar

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Kommentar von Bürgerinitiative Kinderrechte am 13. Juni 2013 um 12:12am
Kommentar von Bürgerinitiative Kinderrechte am 12. Juni 2013 um 11:51pm
Kommentar von Bürgerinitiative Kinderrechte am 12. Juni 2013 um 10:50pm
Ein wenig Nägel mit Köpfen wäre nicht schlecht...
Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, nämlich Flächendeckend sämtlichen Opfern der Heimerziehung (kirchlich wie staatlich) zuerst mal eine B-Beamtenpension zukommen zu lassen und gleichzeitig im Bereich der sog. "Bedarfsorientierten Mindestsicherung" klipp und klar ein Sanktionsmoratorium zu verwirklichen, d. h. z. B. sämtliche Sperrparagraphen aus dem AlVG zu entfernen, wie bereits seit Jahren gefordert?
Wie bereits ausgeführt:
Die Jenigen, welche sich bei den Kommissionen meldeten und durch sie
verarbeitet wurden, stellen nicht einmal zwei Prozent der tatsächlich
Betroffenen dar, von vorsichtigst kolportieten einhunderttausend.
Tatsächlich sind es viel mehr in Österreich. Es gibt ferner keine Statistik,
über die Anzahl der Todesopfer in diesem Zusammenhang.
Eine unbekannte Anzahl von ehemaligen Heiminsassen befinden sich derzeit
z. B. in unterschiedlichen sozialen Notständen, in div. Haftanstalten, bzw. in Psychiatrien etc...
 
Die Büchse der Pandorra ist schon längst sperrangelweit geöffnet...
 
Mit Grüßen im Sinne der unberührbaren Menschenwürde:
 
Peter Ruzsicska
 
Siehe z. B. folgende Ausführungen:

 

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